Reisebericht  2020  Namibia

Ontour mit Rita und Freddy Reck                                                             

Corona in Namibia angekommen…                          wir fahren in die Wüste….

Die letzten fünf Jahre begannen bei uns meistens mit einem 6 monatigen Aufenthalt im südlichen Afrika, erfreuten uns an Dreharbeiten  für unsere weiteren Vortragsfilme Südafrika, Botswana  und Namibia.                                                         Dieses Jahr sollte es eigentlich eine einjährige „Heimreise“, von Namibia über die Ost- Route Afrikas zum Kilimandscharo und weiter über Vorderasien, in die Heimat nach Ludwigsburg werden…..doch alles kommt jetzt anders.

 

Unser Abflug am 21. Januar in Frankfurt nach Windhoek war alles andere als entspannt.  Am „Check in“ wurden wir zur Seite genommen, da wir „one Way“ gebucht hatten, das hieß, ohne Rückflugticket, oder ohne schriftlichen Nachweis, dass wir Namibia nach spätestens 3 Monaten verlassen, können wir nicht an Bord. Letztes Jahr genügte noch unser Flyer mit unserem Fahrzeug drauf und meine Erklärung, dass wir mit unserem Moula Moula , der in Namibia steht, nach Südafrika weiterfahren. Die Zeit für den Abflug wurde immer enger. Da fiel mir unser „Carnet de Passage“ ein, unser einjähriges  Zolldokumente vom ADAC für Moula Moula. Das war unsere glaubwürdige Bestätigung. dass wir mit unserem MM Namibia verlassen müssen.

 

Nach einem unangenehmen Nachtflug wurden wir am Flughafen in Windhoek schon erwartet und zu unserem MM  gebracht. Nach einer kurzen Fahrt auf die innerstädtische Urban- Campsite haben wir MM durchgecheckt, Einkäufe getätigt und freuten uns auf Besuche von Freunden.

 

Drei Tage sind wir geblieben, dann wurde es Zeit in Richtung Norden zu fahren, zur Grenze nach Angola. Wir mussten mit unserem Fahrzeug und Quadbike nach einem Jahr aus der südafrikanischen Zollunion auszureisen.  

 

Dieter links und sein Vater Horst in der Mitte
Dieter links und sein Vater Horst in der Mitte

                                                                                                                       

In Otjiwarongo machten wir wieder im „Kameldorn Garden“ bei Dieter Zwischenstation. Dieter, ein liebenswerter Mensch, hat seine Lehre als Koch in Ludwisburg (Monrepo) mit Erfolg abgeschlossen, wurde danach Chefkoch und ging zurück zu seinem Vater nach Namibia, eröffnete ein nettes Restaurant und ist nebenbei Bienenzüchter mit über 50 Völker. (Bienenflüsterer)                                Das Wiedersehen war lecker…Nach einem vorzüglichen Essen, konnten wir auf dem sicheren Parkgelände im Hof neben Charly und seinem Harem übernachten.     Charly der Hahn, wacht über 8 Hühner und das bekundet er täglich, stimmgewaltig begann er neben uns pünktlich um 4:30 Uhr. Als Frühaufsteher hatten wir damit kein Problem, konnten frühzeitig starten und erreichten auf der B1 nach 440 Km am Abend die Stadt Odangwa.

 

Das Umfeld, eine gefährliche Ecke mit Raubüberfällen im Owamboland, so erzählte es uns die Polizei, die uns in der Nacht um 3 Uhr auf dem Parkplatz einer belebten Tankstelle weckte.

 

Wir sollten hier wegfahren, zur Polizeistation, konnten aber nicht, ein Reifen war platt. Nach dem Reiffenwechsel vorderte die Polizei für uns Militärschutz an. Mit sicherer Begleitung erreichten wir nach 60 Km die Grenze zu Angola. Ein Visa wurde verlangt, wollten eines ausstellen lassen, aber drei bis vier Tage auf ein angolisches Visa konnten wir nicht warten, sonst wären unsere Zollpapiere abgelaufen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unter Militärschutz zum Reifenflicker

 

In Polizeibegleitung gings zurück nach Odangwa, in ein kleines Zollgebäude, da wurde unser MM und das Quad mit einem Stempel „exportiert“ und mit einem anderen Stempel im neuen Carnet  „importiert“. Wir können  unsere Fahrzeuge wieder ein volles Jahr in Namibia, Botswana, Südafrika belassen. Dass wir dieses Glück hatten, wurde uns erst später bewußt.

 

 Es war der 2.Februar, für längere Zeit unsere letzte Verbindung im Internet. Wir erfahren dass zu dieser Zeit die „Corona Infektion “ Europa und auch schon  Deutschland erreicht hat. Machten uns weiterhin keine Sorgen, sollte nach den jetzigen Angaben  ja nur eine „Grippewelle“ sein.

 

Auf der Campsite „Hippo Pool“, am Ruacana Wasserfall unser nächster Plattfuß…wir bekamen nach der langen Standzeit von MM Probleme mit den Schläuchen

 

In einer Reifenwerkstatt ließen wir den Schlauch flicken.

 

Die Ruacana Wasserfälle …über die Fallkante verläuft die Grenze nach Angola

 

Entlang am Grenzfluß Kunene,der dieses Jahr besonders viel Wasser führt, sind wir tagelang allein.

 

Bei der Einfahrt in den Ort Opuwo unsere nächste Reifenpanne, dieses mal war es  eine 15cm langer  Schraube, die unseren Reifen durchstochen hat.

 

Hilfsbereite Jung´s haben beim Reifenwechsel mit angepackt und so konnten wir nach einer Stunde die Einkäufe tätigen und  Vorräte ergänzen.

 

Wir fahren nach Süden, erreichen den staubigen Ort Sesfontein und setzten unsere Reise an der Stelle fort, an der wir vor zwei Jahren die Spuren  auf der Suche nach den Wüstenelefanten verloren haben.

 

Wunderschöne einsame Übernachtungsplätze in der Weite der traumhaften Landschaft Namibias.

 

Unterwegs auf der Farm „Westfalen“, 40 Km östlich von Kamanjab,  wurden wir vom Farmer Jan eingeladen, solange zu bleiben wie wir wollten…

 

Hinter den Steinquadern, weit weg von der Piste, da hat es uns besonders gut gefallen…

 

Zwei Tage sind wir unterwegs im trockenen Flußbett des Hoanib, finden nur alte Spuren von Hinterlassenschaften. Wir starten 200 Km weiter südlich einen neuen Versuch, entlang im Flußbett des wasserführenden Huab Rivers. Frische Elefantenspuren lassen hoffen, aber auch Löwenspuren mahnen uns zur Vorsicht.

 

Traumhafte Übernachtungsplätze im Tal des Huab Rivers…

 

Durch das immer enger werdende Tal des Huab…auf den Spuren der Wüstenelefanten…

 

Der schmale 4x4 Trail führt durch kleine Wasserläufe und Schlammlöcher.  Die Piste durch das Tal wird immer enger, schlammiger, Buschwerk macht unsere Weiterfahrt undurchdringlicher, wir müssen umkehren.

 

Eine Elefantenmutter säugt ihr Junges..

 

 

 

Nach den sehr schwülen und heißen Tagen, (bis über 40°Grad) sehnten wir uns an die kühle Atlantikküste. Über die Sceleton Coast besuchten wir nochmals die Robbenkolonie am Kreuzkap, trotz lautem  Gebrüll und heftigem Gestank, immer wieder faszinierend, diese Tiere zu beobachten.

 

Auf unseren Übernachtungsplätzen sind wir immer wieder überwältigt von den Sonnenuntergängen vom klaren und unendlichen Sternenzelt über uns und der Weite der Wüste.

 

Ein Schabracken Schakal schleicht ums Fahrzeug, auf Futtersuche…

 

Old Shipwreck zwischen Henties Bay und Cape Cross

 

27.Febr. Wir erreichen Swakopmund, haben nach über 3 Wochen auf der Campsite „Tiger Riff“  wieder Kontakt zum Internet.  Erfahren von der Ausbreitung der Corona Infektion in der Welt, in Europa und jetzt in Deutschland… wann erreicht sie Afrika…wir ahnten schlimmes.

 

Bei einem Besuch bei unseren deutschen Freunden Alexandra und Stefan Bauer in Swakop, sie bauen Offrout-Fahrzeuge, vom Sprinter bis zum Truck, erfahren wir von einem einzigartigen Wunder in der Wüste Namibias.

 

Wer mit seinem Camper Probleme hat, bei Stefan wird einem mit seinem Team weitergeholfen.

 

Stefan erzählt uns, dass seit einigen Tagen, es begann gerade die Regenzeit, eine 800Hektar (8Mill. m²) große, knochentrockene Tonpfanne 20 cm unter Wasser steht. Es ist ein Highlight und schon ein magisches Ereignis, wenn alle 2 bis 5 Jahre Millionen von Lilien für 5 Tage beginnen zu blühen. Eigentlich wollten wir nach Windhoek, zu Conti, um uns zwei neue Reifen und Schläuche zu besorgen, dazu hatten wir jetzt keine Zeit mehr. Eine Stunde später sind wir auf der Piste durch die Naukluft Wüste, nehmen fast 1000 km „Umweg“ in die Hauptstadt in Kauf und erleben auf der Sandhof Farm bei Maltahöhe ein Spektakel, das weltweit seines gleichen sucht.

 

 Über 8 Hektar (8 Millionen m²) blüht die Wüste in weiß-pink…

 

Ein einzigartiges Wunder in der Wüste Namibias, Abermillionen von Lilienblüten bei Maltahöhe.

In der starken Regenzeit sind die Erdpisten teilweise überflutet, weich und glitschig, dass selbst mit einem Allrad kein durchkommen mehr ist. Wir verbringen einige Tage am Gehöft der Sandhof Farm.

 

Wir konnten es nicht lassen, mit einigen Umwegen fuhren wir nochmals nach Sesrim, Eingang zur Dünenwelt des Sossusvlei…

 

Gerade an der Tankstelle angekommen unser 4. Plattfuß, so langsam bekamen wir den Reifenkoller…konnten aber froh sein, dass es hier passiert ist, denn nebenan war gleich der Reifenflicker…wieder mal Glück gehabt.

 

Rad ab… unsere 4. Reifenpanne. Innerhalb 3 Wochen.

 

Dünenwelt im Sossusvlei.

 

14. März, wir erreichten Windhoek, fuhren zu Conti, besorgten uns 2 neue Reifen und ließen neue Schläuche bei allen Reifen einziehen.

 

Wir erfahren den aktuellen Stand über die Corona Epidemie… wir sind erschüttert… Europaweit sterben Menschen, vor allem in Italien, Spanien, Frankreich. Die ersten Toten in Deutschland, die Pandemie ergreift die Welt, die Fallzahlen steigen stündlich.                                                                                                                  Die ersten zwei Fälle werden aus Namibia gemeldet. Corona- Pandemie  ist nicht mehr aufzuhalten…Namibia reagiert.

 

Corona ist in Namibia angekommen.

 

Vor den Einkaufsläden, Bankautomaten, bei Behördengängen werden einem die Hände desinfiziert….

 

 Es sind zwei Touristen aus Rumänien, die am Flughafen durch Krankheitssymptome aufgefallen sind… Der Flugbetrieb von und nach Namibia wurde kurzfristig für eine unbestimmte Zeit geschlossen. Grenzen nach Angola, Sambia und Botswana  wurden dicht gemacht. Zwei Übergänge nach Südafrika blieben wegen Versorgungsmöglichkeiten aus Südafrika geöffnet, Noordoewer im Süden und der Übergang Mata Mata im Südosten, dort wollten wir hin, wollten nach Südafrika.

 

Von einem Farmer, bei dem wir im Gelände übernachtet haben erfahren wir, dass ab Morgen auch die beiden letzten Übergänge geschlossen werden…das schaffen wir nicht mehr. Wir sind gestrandet in Namibia..                                                         In Südafrika beginnt ein Szenario. In den Slums um Johannesburg und in weiteren Regionen die ersten Fallzahlen, die Dunkelziffer in der Millionenmetropole kennt niemand.

Die ersten Flüchtlinge über die „grüne Grenze“ nach Botswana und Namibia werden aufgegriffen, sind positiv.                                                                                             In der Bagadelle Kalahari Lodge in der Nähe von Mariental machten wir noch für zwei Tage einen Zwischenstopp. Gleich am ersten Tag treffen wir drei Ehepaare aus Markgrönigen. Sie sind mit dem letzten Flieger noch nach Namibia gekommen. Die Freude war groß und um Moula Moula entstanden Bilder zur Erinnerung. Sie sorgten sich nicht nur wegen einer Infektion, sondern  auch um den Rückflug, wie und vor allem wann sie wieder nach Hause kommen, wenn jetzt der Flugbetrieb eingestellt wird. 

Unser kleines Häusle auf der Bagadelle Lodge.

Wir entscheiden uns in Namibia zu bleiben, wenigstens so lange wie unsere Aufenthaltsgenehmigung  Gültigkeit hat und das geht bis zum 20.April. In Mariental kaufen wir für einen längeren Zeitraum ein, füllen noch unsere Wassertanks mit 400 Liter Brunnenwasser und fahren in den Süden des Landes…  in die Wüste.

 

Am nächsten Morgen gings auf glitschigen und teils überfluteten Pistenstrecken in eine blühende Wüstenlandschaft, waren tagelang umgeben von grüner Landschaft, gelben Blütenteppichen und von langgezogenen kilometerlangen Streifen von roten Kalahari Sanddünen…hier bleiben wir vorerst, in einem  Paradies im nirgendwo…

 

Übernachtungsplatz neben der Piste…beidseitig Farmerzäune.

 

Über rote Kalahari Sanddünen in die Einsamkeit…

 

20.März  Uns erreicht in dieser Einsamkeit eine Whats App, Nachricht von Franziska. Vor 3 Jahren hatten wir eine lose Verbindung über ein gepostetes Bild auf Facebook, damals hat sie uns schon  auf ihre Farm eingeladen. Nach längerer Suche habe ich ihren Eintrag nicht mehr gefunden, daher war die Freude über ihre Mail bei uns sehr groß. Wir folgten ihrer Wegbeschreibung und trafen Franziska und Peter auf einer einsamen 20x10 Km !!! großen Farm. Sie waren aber nicht ganz alleine mit ihren 4 Hunden Katzen und Ziegen.

 

Totale Einsamkeit in der Wüste… auf der Farm von Franziska und Peter…

Franziska und Peter freuen sich auf einen Besuch…(Voranmeldung über Website erwünscht)

 

Sundowner in der Halbwüste im Süden Namibias.

 

Auf der Farm treffen wir auch Jonas und Lea ein junges Pärchen aus Franken die hier kostengünstig Urlaub für Hand gebucht hatten und die immer Lustige Anja aus Bad Wimpfen die es auch alleine in diese Abgeschiedenheit verschlagen hat.

 

Rechts Lea, links Jonas, daneben Anja, Franziska und Rita.

 

Fünf Tage blieben wir auf der Farm von Franziska und Peter zusammen, dann kam die Botschaft des Präsidenten von Namibia, dass in zwei Tagen ein Lock down in einigen Regionen über 21 Tage geplant ist, in dieser Zeit geht nichts mehr. Dazu zählt auch der Großraum um Windhoek. Alle Grenzen von und nach Namibia wurden gesperrt, der Flugbetrieb wurde eingestellt, der Hafen in Walvis Bay geschlossen. Namibia hat schnell und konsequent gehandelt. Leben und Gesundheit vor wirtschaftlichem Erfolg, das war die Einstellung des Präsidenten..

Deutschland startet weltweit eine Rückholaktion, fordert alle gestrandeten Touristen in Namibia auf sich über das Auswärtige Amt im Internet in die Liste „Elefand“ einzutragen. Es waren über 2000 Urlauber.                                                               Jonas, Lea, Anja und auch wir haben uns für einen Platz zur Flug Rückholung registriert. Gemeinsam fuhren wir am nächsten Tag, noch vor dem Lock down, 550 Km nach Windhoek, in Richtung  Flughafen, auf die Murangi Travel Lodge. Anja bekam schon unterwegs  Nachricht über ihren Flug, der sollte am nächsten Tag  starten.                                                                                                            

Unsere Travelfreunde warten auf der Murangi Travel Lodge, zwischen Windhoek und Flughafen Hosea Kutako, auf Benachrichtigung für den Heimflug.

 

Im Sanlam Centre befindet sich die Deutsche Botschaft in Windhoek

28.März                                                                                                                          Um 6 Uhr brachten wir Anja auf den Flughafen, dicht gedrängt, teils mit Mundschutz, Schals und Gummihandschuhen, stand schon eine lange Menschenschlange  vor der Abfertigung….wir verabschieden uns von Anja fahren zurück zu Jonas und Lea.                                                                                              Im Internet neue erschreckende Fallzahlen um die ganze Welt. Über 50.000 infizierte allein in Deutschland, Tote wurden gemeldet,  Baden Württemberg weiter ansteigend. Unsere Entscheiden fällt uns nicht schwer, bleiben vorerst in Namibia, fahren zur Deutschen Botschaft nach Windhoek, um uns aus der Rückholliste streichen zu lassen, anderen den Platz zu lassen. Auch die Deutsche Botschaft gab uns den Rat, solange unser Visa Gültigkeit hat in Namibia zu bleiben und danach sollten wir eine weitere Aufenthaltsgenehmigung bei der Home Affairs beantragen.  Wir haben ja unser Haus auf Rädern, können ohne MM nicht ausreisen.    Um das Land verlassen zu können müssen wir zuerst unseren MM nach Deutschland verschiffen und der Flugverkehr muss wieder geöffnet sein…wie lange das dauern wird, wissen wir nicht.

Neue Fallzahlen erschrecken uns, machen uns Sorgen um Familie, Freunde, Bekannte und um das Weiterleben in unserer Heimatstadt Ludwigsburg …                Bleibt gesund, es war nie so wichtig wie heute…

 

 

Fallzahlen zum Vergleich:  

12. April Neuste Fallzahlen:   Deutschland über 125 400 infizierte/ 51800 genesen/ 2871 Tote

 

12. April  Fallzahlen in Namibia das 2,5 x größer als Deutschland ist, mit einer Einwohnerzahl von Berlin:  16 infizierte/ 2 genesen/ 0 Tote…(Die Dunkelziffer kennen wir nicht..)

 

 

Die neusten Fallzahlen im Vergleich zwischen Deutschland und Namibia überzeugen uns, bleiben auf der geschlossenen wunderschönen Gästefarm Elisenheim, ein Vorort von Windhoek, bis der Lock down wieder geöffnet wird.

 

Wie es nach dem 20.April bei uns weitergeht wissen wir nicht…Wenn wir länger bleiben können, fahren wir wieder in die Wüste….                                                                       

Do. 16.4.                                                                                                                    Obwohl unsere Aufenthaltsgenehmigung noch bis zum 20.4. Gültigkeit hat, fahren wir nach Windhoek zum Ministry of Home Affairs, um eine weitere Aufenthaltsgenehmigung zu beantragen. Auf der Fahrt in die Innenstadt können wir ohne angehalten zu werden, die Straßensperren wegen Lockdown passieren. An der Ecke der Independence Ave. /Kasino Street, vor dem Office von Home Affairs, stehen  dicht gedrängt über 30 Menschen an der Eingangstür…trotz Versammlungsverbot. Ich dränge mich vor, bekomme Desinfektionsmittel in die Hände gesprüht, hole zwei Verlängerungsanträge ab und fahren wieder zurück zu unserem Camp.

 

Fr.17.4.

 

Früh um 8°°Uhr stehen wir wieder am Tor des Ministeriums. Eigentlich sollte das Büro schon geöffnet haben.                                                                                           1 1/2 Stunden später erschien die Kassiererin…das Büro konnte geöffnet werden.  (In Deutschland erfand man die Uhr, in Afrika die Zeit…) Wir bezahlten für beide Visa- Anträge 1160.- ND, ca 60.-€, können unsere Pässe ab 14°°Uhr abholen…Pünktlich hatten wir am Nachmittag unsere Pässe mit der Aufenthalts- genehmigung für weitere 3 Monate in der Hand. Beruhigt fahren wir zurück auf unseren Stellplatz nach Elisenheim.