32 Patagonien (20.02.07 - 23.04.07)

     Wo der "Besen Gottes" fegt.

 


11.365 Km von Feuerland nach Paraguay (Strecke Buenos Aires nach Paraguay 2x gefahren.)

 

Reiseroute:
Argentinien: Von Ushuaia auf Feuerland nach Rio Gallegos, Auf der Ruta 3 nach Norden, Monte Leon, Puerto San Julian, Puerto Deseado, Nationalpark versteinerter Wald, Comodoro Rivadavia, Nationalpark Tombo, Puerto Madryn, Peninsula Valdes, Viedma, Sa. De la Ventana, Buenos Aires

Einreise nach Argentinien:
Visa nicht erforderlich Benötigt wird folgendes: 6 Monate gültiger Reisepass

Für Moula Moula:
KFZ Versicherung notwendig für:
Argentina, Chile, Bolivien, Uruguay Paraguay, Brasilien. (Im Pack erhältlich) 1 Jahr ca. 370.- € (Am günstigsten war die "Liberty Seguros) in jeder größeren Stadt zu finden. Aufenthaltsdauer:
25.02.07 - 16.04.07 danach Paraguay, Sprache:
Amtssprache Spanisch

Zahlungsmittel:
Argentinische Pesos in Scheine: 2/5/10/20/50/100


5 Peso = 1,2 Euro

Wechselkurs: (Argentinische Pesos)
1€ = 4,05 ARS (Stand 30.3.07)
1 US$ = 3.05ARS KM Stand bei Abreise Ushuaia: 134.300 Km
KM Stand in (Villarica): 145.665 Km
Gefahrene Km seit Beginn unserer Weltreise: 117.688 Km
Gefahrene Km seit Beginn unserer Weltreise:1 06.253 Km
Dieselpreis im Süden Patagoniens:1.18 ARS 1 Ltr. = 0,29.- € (Moulas Budget freut's)
Benzin /Super: 1.23/ 1.29 0,30.- / 0,32.-€

Rückblick:
Ruta Cuarenta, unserer lange Reise nach Süden.
Die rund 9200 Kilometer lange Anreise über die Cuarenta (Ruta 40) nach Ushuaia war in manchen Streckenabschnitten schon aufregend und auch spektakulär. Wochenlang fuhren wir entlang der Andenkette südwärts, vorbei an gigantischen Naturkulissen und über atemberaubenden Höhen mit schneebedeckten Bergen. Wüstenartiges Hochland wechselte sich ab mit großen Seen und ausgedehnten Wälder.

Faszinierende Lichtstimmungen über dem Bergmassiv um den Fitz Roy und das "Kalben" der abfließenden Eismassen am Perito Moreno-Gletscher in den Lago Argentino, waren weitere Landschaftliche Höhepunkte, auf dem Weg, an den südlichsten Punkt unserer Weltreise, wo sich das Wetter so schnell ändern kann, dass man an einem Tag die vier Jahreszeiten erlebt.


Am Beagle Kanal bei Ushuaia

 

Di. 20.02.07 - Do. 01.03.07

Nach Norden in die Wärme

Nach zwei Wochen Aufenthalt und viel Regen (Schnee an den Berghängen) um Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt, verließen wir nun das Feuerland-Archipel mit einem letzten Blick über den Beagle Kanal, auf dem gerade ein Kreuzfahrtschiff den kleinen Hafen ansteuerte. Für die Rückreise nach Patagonien wählten wir wieder die gleiche Strecke wie wir gekommen sind, mit der Fähre über die nördliche Magellanstrasse, einer Meerenge, die Feuerland vom Festland trennt.


Mit der Fähre "Fueguino" über die Magellanstrasse

Simba, verabschiedete sich einmal wieder auf eine besondere Art, von einem "Spielgefährten". Neugierig verfolgte er im hohen Steppengras eine Spur, die schlimmstes ahnen ließ.

In ihm entbrannte ein Jagdfieber, das ich mit gutem Zureden auch nicht mehr stoppen konnte. Ich kam zu spät an den Ort des Geschehens (leider ohne Kamera), konnte Simba nicht mehr davon abhalten, als er ein grau-weißes Bündel umkreiste und zum Spielen aufforderte. Wenn dieser Geselle den Schwanz aufstellt und mit den Vorderpfoten auf den Boden stampft, sollte man schleunigst Abstand nehmen, denn der patagonische Skunk weiß sich zu wehren.

Simba ignorierte diese letzte Warnung und in höchster Not spritzte ihm das Stinktier eines der übelriechensten Sekrete entgegen, die ich je unter meine Nase bekam. Vollgekleckert waren Simbas Schnauze, Brust und Rücken, jetzt musste ich ihn unter die Dusche drücken.

Nach dem fünften Duschbad hätte ich ihn am liebsten wie ein Schaf geschoren, denn der widerliche Gestank bekam ich einfach nicht aus seinem Fell. Uns blieben nur 2 Möglichkeiten, entweder Simba bezieht Quartier im Freien unter dem Fahrzeug, oder wir......

Simba "setzte sich durch" und wir mussten uns in den folgenden Tagen an eine neue, strenge "Duftnote" in unserer "Hundehütte" gewöhnen.


Simbas Dusch- und Schaumbad nach "Stinktierattacke"

Selbst nach sechs Wochen, wenn Simbas Fell nass wurde, stank er immer noch erbärmlich nach der "duftenden Begegnung" mit seinem patagonischen Amigo. Stinktiere besiedeln fast den gesamten Amerikanischen Kontinent und wir können nur hoffen, Simba macht bei der nächsten Begegnung einen weiten Bogen um diesen Stinker, der zur Familie der Marder gehört und sich von Insekten, Würmern und kleinen Wirbeltieren ernährt. Als Beilage nimmt er auch pflanzliche Kost zu sich.

Nur die zähesten und anpassungsfähigsten Geschöpfe überleben in dieser Wüste. Kälte, Hitze und Wind gibt es hier im Überfluss, aber monatelang fällt kein einziger Tropfen Regen. Schutz vor der sengenden Sonne am Tag und der klirrenden Kälte der Nacht, ist einzig und allein unter der Erde zu finden.

Gerade unter diesen extremen Bedingungen hat die Evolution auf diesem Kontinent einzigartiges hervorgebracht. Z.B.

Das Gürteltier,ebenfalls ein Höhlenbewohner wie der Skunk, ist ein urtümliches und erdgeschichtlich sehr altes Säugetier. Seine Vorfahren haben hier schon gelebt, als es die Anden noch gar nicht gab.

Der gut gepanzerte Allesfresser, verkörpert gerade zu das Prinzip des Übehrlebens. Doch auch er muss unter der Erde Zuflucht suchen, wenn der "Besen Gottes" wie man den patagonischen Wind auch gerne nennt, alles hinwegfegt und jeden Tropfen Feuchtigkeit auflöst.

Mit etwas Glück konnte ich ihn in der weiten Ebene der Steppe beobachten. Auf dem Rücken sind die Knochenplatten ringförmig wie Gürtel angeordnet, daher der Name Gürteltier.

Der Kopf und die Rückenpartie sind ebenfalls durch verknöcherte Haut gepanzert. Mit seiner feinen Nase schnüffelte er, nach Art der Schweine, den Boden nach Nahrung ab.


Das urtümliche, fossil aussehende Gürteltier

Würmer und Insekten gehören ebenfalls auf seinen Speiseplan, selbst wenn sie 20 cm tief vergraben sind, erreicht er sie mühelos mit seinen starken Grabkrallen. Simba,unser Stinker, verfolgte auch diesen urtümlichen Steppenbewohner. Bevor er ihn aber erreichen konnte, vergrub er sich mit rasender Geschwindigkeit in das lockere Erdreich.

Die beiden Grenzübertritte, Argentina/Chile - Chile Argentina, waren schnell erledigt, man wünschte uns "Buen viaje", gute Reise und auf dem Weg nach Rio Gallegos spürten wir wieder "die Heimat des Windes".


Moula Moulas platte Reifenspur.

Nach einigen Kilometer forderte die wochenlange Fahrt auf den Schotterpisten der Cuarenta, ihren Tribut.


Vorne links, ein "heißer Pneu".

Unsere Reifen waren gespickt mit kleinen, scharfkantigen Schottersteinen. Am linken Vorderreifen hatte der Schlauch wohl einen Kontakt mit einem dieser steckengebliebenen Reifenkiller und verabschiedete sich mit einem Schlag. Bei 80 Km/h konnte ich mit viel mühe Moula Moula auf dem linken Straßenrand zum stehen bringen. Nur gut, dass kein Gegenverkehr herrschte.

Eines war uns nun klar, um nach Mittelamerika zu kommen, benötigten wir dringend neue Reifen. Das Problem war aber, dass diese Reifengröße in Südamerika nicht zu haben ist. In Buenos Aires werden wir versuchen eine Lösung zu finden.

Gemeinsam wechselten wir den Reifen und erreichten bei tosendem Wind die Hafenstadt Rio Gallegos. In der Stadt hatten wir bei "DHL- Correo Sur" einen Abholungstermin von Ritas Flugtickets vereinbart. Unterwegs buchten wir den Flug über Internet und achteten nicht darauf, die Flugscheine per e-mail auf dem elektronischen Wege uns zusenden zu lassen. Stattdessen bekam unser Sohn Thomas die Originaltickets und Annika, unsere treue "Buchhalterin" in der Heimat, sendete sie uns nach. Hat gut geklappt, danke.

Tagelang änderte sich nichts am eintönigen Landschaftsbild, entlang der asphaltierten Ruta 3, die wir in Richtung Norden eingeschlagen hatten. Kaum Gegenverkehr, ab und zu ein einsamer Gaucho der in Begleitung seiner Hunde am Weidezaun seiner Estanzia entlang ritt. Die dürftige Vegetation beschränkte sich auf harte Grasbüschel, niedriges Dornengestrüpp und Disteln, die gerade noch für die Beweidung von Schafen ausreichte.

 

Fr.02.03.07 - Do.08.03.07

150 Millionen Jahre Rückblick in die Vergangenheit.

Im Nordosten der Provinz Santa Cruz, abseits der Ruta 3, interessierten wir uns für das Naturdenkmal "Versteinerter Wald".

Nicht immer ist Patagonien ein Land mit extremen klimatischen Bedingungen gewesen. Vor etwa 150 Millionen Jahren, die Andenkette existierte noch nicht, war die Landschaftsform eine andere. Ein milder Wind vom Pazifik kommend, brachte ein gemäßigtes Klima, das eine üppige Vegetation hervorbrachte. Afrika war noch mit Amerika verbunden, als gewaltige Vulkanausbrüche die bestehenden Wälder vollkommen einäscherten.

Hunderte Meter dicke mineralische Vulkanasche, Regenwasser und ein gewaltiger Druck, konservierten das Holz für die Ewigkeit.

Alles, was von dem einst blühenden Regenwald übrig blieb, sind die versteinerten Reste seiner gewaltigen Baumriesen, vor denen wir staunend standen. Diese Erdgeschichtlichen Relikte fanden wir bisher auch in Marokko, Algerien und in Namibia.


Rita an einem 40 Meter langen, versteinertem Araukarien-Baum, vor 150 Millionen Jahren gewachsen.

Nach einer langwierigen Silifizierung (Versteinerung) kamen von Zeit zu Zeit durch Erosionen und Abtragungen die verschütteten Schätze wieder zum Vorschein. Im "Cerro Cuadrado Bosque Petrificado", wie dieser Nationalpark in Patagonien heißt, sollen noch riesige Araukarien - Bäume, das sind Nadelhölzer, von über 100 Meter Länge und über 3 Meter Durchmesser in einer von Tafelbergen (abgetragene Vulkane) umgebener Landschaft vergraben sein.


Bruchstelle eines Araukarien- Baumstammes aus dem versteinerten Wald von Patagonien.

Puerto Deseado
Unweit des kleinen Küstenortes an der Mündung des Rio Deseado liegt ein Naturreservat in dem Unmengen von Kormorane und Pinguine leben. Mit einer Bootsfahrt zu den nahen Küsteninseln erreichten wir diese zutraulichen Magellan-Pinguine, die leicht an ihrem doppelten Ring um ihren Hals zu erkennen sind und an befrackte Oberkellner erinnern. Auf dem Bauch robbend kam ich bis auf den Berührungspunkt an die neugierigen Vögel heran.


Diese flugunfähigen "Oberkellner" werden 50-60 cm groß und wiegen etwa 5 Kg.


Kormoran-Kolonie zwischen Seelöwen

Vom Bootsführer erfuhren wir, dass man vor dem Ortseingang, am Rio Deseado entlang, nach 2-3 Kilometer wunderschöne einsame Buchten erreicht. Wir verbrachten 2 schöne Tage, ehe wir nach Comodoro Rivadavia

weiterfuhren, das den größten Reichtum des Südens besitzt. Aus dem organischen Material der fossilen Urwälder entstanden riesige Öl- und Erdgaslager. Um so weiter wir uns dieser Metropole näherten, um so mehr Ölpumpen arbeiteten in dieser Küstennähe. Hier dreht sich alles um Petro-Kapitale in der, der private Ölkonzern YPF die Selbstversorgung Argentiniens sicherstellt. Auch wir versorgten uns mit dem preiswertesten Diesel den wir seither auf diesem Kontinent bekamen: Einen Liter für 0,29 Euro-Cent. Außer dem Petrol-Museum hat dieser "Durchreiseort" für den Tourismus weiter nicht viel zu bieten.

Doch nur eine Tagesreise von Co. Rivadavia entfernt liegt das Naturreservat Punta Tombo an der Atlantikküste in dem über 1 Million Magellan-Pinguine ihren Brutplatz haben. Kurz vor Dunkelheit treffen wir am Eingang der weltweit größten Ansammlung dieser putzigen Höhlenbewohner ein. In der Nähe suchten wir uns einen Stellplatz für die kommende Nacht, um am nächsten Morgen an den Strand der Pinguine zu fahren.

Eigentlich trifft man entlang der gesamten 1600 Kilometer langen Küste Patagoniens auf Magellan-Pinguine, doch nirgendwo sind sie so zahlreich, wie im Naturreservat Punta Tombo am Atlantik anzutreffen.


Ein Jung-Pinguin in der Mauser

Im September, wenn die Frühlingsstürme über Patagoniens wilder Küste hinwegfegen, kehren die Magellanpinguine, von den Gewässern Brasiliens, in ihre Brutgebiete zurück. Sie sind nicht im antarktischen Eis zuhause, sondern in den milden südlichen Gewässern des Atlantiks, wo ihre schnatternden und kreischenden Laute die Strände erfüllen. Als wir Ende Februar ankamen, hatten die jungen Pinguine schon die Größe ihrer Eltern erreicht und waren nur noch am Federkleid von den Altvögel zu unterscheiden.

Sie mauserten sich, dösten meist vor ihren Bruthöhlen vor sich hin und warteten auf ihre Eltern, die ständig zwischen dem Nest und dem Meer hin und her watschelten. Sie waren noch nicht fertig mit der Aufzucht der Jungen, mussten täglich noch hinaus, um im Nahrungsreichen Atlantik auf Fischfang zu gehen.


Ein Altvogel mit neugieriger Blick in die Kamera

 

Fr. 09.03.07 - Do. 29.03.07

Peninsula Valdes: Insel der Tiere

Wo einst die Waliser an Land gingen liegen heute die Touristenziele an der Küste Patagoniens. Trelew, eine Kleinstadt mit einem der Bedeutesten und besten Paläontologischen Museum der Welt, ein Eldorado für Fossiliensammler.

Eine Fahrstunde weiter nördlich am Golfo Nuevo liegt Puerto Madryn, Ausgangspunkt für Whalewatching, wie das Beobachten von Walen weltweit genannt wird. Doch leider sind wir jahreszeitlich zu spät angekommen und die Bartenwale waren schon auf dem Rückzug nach Norden unterwegs.


Eine Seelöwen Kolonie mit Jungtieren


Dösen, die liebste Beschäftigung außer fressen.

Puerto Piramides, der beste Punkt, um den Golf Nuevo zu erkunden, dort trafen wir auf dem Camp Municipal, wie vereinbart, wieder auf Ruth und Röbi, die wir in Ushuaia kennen gelernt hatten.

Gemeinsam unternahmen wir eine Rundfahrt um die Halbinsel Valdes. Beobachteten Seelöwenkolonien, See-Elefanten und andere Küstenbewohner.


Ein Graufuchs lauert auf einen unaufmerksamen jungen Pinguin

In diesem Naturreservat trennen Laufstege und Abzäunungen Mensch und Tier in gebührendem Abstand. Nur mit entsprechenden Objektiven waren "Nahaufnahmen" möglich .

Nach den Tierbeobachtungen auf der Halbinsel Valdes blieben wir noch einige Tage auf dem Campingplatz in Piramides zusammen mit Ruth und Röbi, bevor wir nach Buenos Aires fuhren, wo Rita dann ihren Heimflug antrat.


Eine letzte Übernachtung in der weiten Einsamkeit Patagoniens, bevor wir Buenos Aires ansteuerten.

 

Fr. 30.03.07 - Mi. 04.04.07

Bruder Hannes kommt auf Besuch

Im Gegenflug kam mein Bruder Hannes auf Besuch und brachte mir einen neuen Laptop mit. Der Alte hatte sich schon seit 2 Monaten verabschiedet und ich konnte endlich, nach langer Zeit, das Schreiben meiner Reiseberichte aufarbeiten. Auch einige Ersatzteile für Moula Moula brachte er mit. Über die Grüße meiner Geschwister und vor allem über den handgeschriebenen Brief meiner Mutter habe ich mich besonders gefreut.

Am selben Tag begannen wir die Reise in den Norden Argentiniens, zu den Wasserfällen von Iguazu.


Hannes und Freddy

Unterwegs durchfuhren wir weite Regionen, die beidseitig der Ruta 14 überschwemmt waren. Viele Tiere, vor allem schwarze Meerschweinchen und ihre Feinde, die Schlangen, flüchteten aus dem überfluteten Gelände, an den Rand der erhöhten Strasse. Kein guter Platz für die Meerschweinchen, denn für die einheimischen Bewohner sind sie ein lohnender Fang für einen vorzüglichen Grillabend. Auch Giftschlangen wurden gefangen, getötet und am Rande der Strasse "präsentiert".

Viel Regen begleitete uns, bis wir den schönen Campingplatz "Viejo Americano" vor dem Ort Foz do Iguazu erreichten. Nach drei Tagen öffnete sich die dichte Wolkendecke und wir besuchten die einmaligen Wasserfälle von Iguazu.


Bruder Hannes steht staunend vor einer traumhaften Kulisse

Es brodelte und zischte und in der Gischt des Sprühnebels spiegelten sich immerwährende Regenbogen, umrahmt mit einer würdigen Kulisse aus reicher Flora und Fauna des undurchdringlichen grünen Dschungels.

Do. 05.04.07 - Mi.18.04.07

Abreise Iguazu

Auf der Rückfahrt nach Posada suchten wir Alfredo auf. Über den Deutsch-Argentinier, hatten wir letztes Jahr eine kurze Reportage gedreht und er freute sich sehr über unseren Besuch. Nach viel Assado (Grillfleisch) sind wir nach dem dritten Tag nach Paraguay gereist. Bei diesem Abstecher besuchten wir in der Jesuiten Kolonie Hohenau, auch die beiden Pechvögel Edeltraud Behrend und Roland Jauch, die ich schon mit Rita ebenfalls vor einem Jahr kennen gelernt hatte. Roland wollte mir beim Besorgen unserer Reifen behilflich sein, denn wir brauchten neue, bevor wir die Weiterreise nach Mittelamerika beginnen konnten. Aber vorerst wurde gefeiert und zwar mein runder Geburtstag. Dazu verabredeten wir uns wieder mit Ruth und Röbi in Caacupe, einem der größten Wallfahrtsorte Südamerikas.

Kurz vor dem Ort, auf der abschüssigen Hauptstrasse war auf einem Schlag der linke Hinterreifen platt. Dieses mal waren es nicht die scharfkantigen Schottersteine, sonder ein wunderschöner, 5 cm langer Kupfernagel, der sich durch den Reifen bohrte. Es war kein guter Platz, den wir uns hier zum Reifenwechseln ausgesucht hatten, Lkw's und Busse donnerten 2 spurig an uns vorbei. Nach 20 Minuten reihten wir uns wieder in den fließenden Verkehr ein und erreichten gegen Abend Caacupe.

 

Do. 19.04.07 - So. 22.04.07

Abreise Iguazu

Dort wurden wir schon erwartet, von Ruth und Röbi und ihrem Bekannten Rönni, ebenfalls ein Schweizer, der hier in Paraguay ansässig geworden ist, er lud uns ein, meinen Geburtstag auf seinem wunderschönen Anwesen zu feiern.

Es war ein herrlicher Tag den wir am Swimmingpool verbrachten. Am lauen Abend gab's dann eine Grillparty mit Live Musik von Röbi (Akkordeon) und Freddy (Gitarre und Mundharmonika.) Ein Dankeschön an alle beteiligten und vor allem an Rönni, wo wir uns zwei Tage wie zuhause gefühlt haben.


Li. Hannes & Röbi re, Rönni der Gastgeber und Ruth


Mein "runder Geburtstag" mit Bruder Hannes.

 

Mo.23.04.07

Unser MAN - Kundenservice

war fällig und wir steuerten den MAN Service in Asuncion an, um einen kompletten Ölwechsel vornehmen zu lassen und ein Radlagersitz zu überprüfen. Als wir ankamen, waren wir erstaunt. Was von MAN zu sehen war, war lediglich das MAN Logo an der Hallenfront und ein 25 Jahre alter MAN, der seit Monaten verstaubt in der Halle stand und auf ein Ersatzteil aus München wartete. Bei der Fa. Chispa, die MAN in Paraguay vertritt, sucht man vergebens nach einer kundenorientierten Werkstätte, wie man sie Weltweit bei MAN erfährt. Für einen miserablen Kundenservice, total überzogene Preise und einen taktlosen Werkstattleiter, braucht man diese Werkstätte nicht anzufahren.

Wir raten jedem MAN Traveler, um Chispa in Asuncion, einen grossen Bogen zu fahren und wenn es noch geht, den MAN Kunden-Service in Santiago de Chile anzusteuern, von dem wir nur gutes Berichten können.

Adresse: Santiago de Chile, Panamericana Norte 5011, (es wird Deutsch gesprochen), Jörg Slanitz Tel. 0056-2437 25 32

(wer mehr über unsere "Erfahrung" bei Chispa wissen möchte, bitte ich um Nachricht unter ontour@reckfilm.de)

Unser Reifenproblem

wurde immer deutlicher. Vor Beginn unserer Reise wussten wir, dass es unsere Reifengröße in Südamerika nicht gab. Aus diesem Grunde haben wir uns in Namibia neue aus Deutschland besorgt und aufgezogen, bevor wir den südamerikanischen Kontinent besuchten. Wir waren fest überzeugt, dass es bis Mexiko reichen würde,

Fehlanzeige, es gibt zu viele und zu schöne Highlights auf diesem Kontinent, um sie einfach abzuhaken und diese unendlich weiten Strecken waren Reifenfresser der "appetitlichsten" Sorte, einfach mörderisch.

Mit Roland Jauchs Hilfe, haben wir einen Deutschen Reifen Importeur ausfindig gemacht, der in Paraguay (Villarica) Reifen aus Deutschland importiert.

Wir erhielten ein telefonisches, äußerst faires Angebot, auf das ich vier neue Reifen aus Deutschland bestellte. Normalerweise benötigt ein Container für diesen Streckenabschnitt etwa 5 -6 Wochen, aber was ist schon normal auf diesem Kontinent. Vom Zeitablauf perfekt, ich brachte Bruder Hannes zurück nach Buenos Aires, wartete auf Rita und wir fuhren gemeinsam wieder nach Paraguay um unsere Reifen montieren zu lassen, doch so einfach ging's dieses mal nicht.

Der Anfang eines Dilemmas vollzog sich schon in Bremerhafen. Ausgerechnet diesen Container, mit unseren Pneus, hat man im Hafen-Zollbereich herausgezogen, um ihn zu durchleuchten. Das dauerte zu lange, das Schiff fuhr ohne unsere Reifen nach Südamerika. Nun sitzen wir in Paraguay fest, an eine Weiterreise mit Moula Moulas "Schlappen" ist nicht zu denken. Das lange Warten begann.....

Unser Lebenstraum Weltreise geht weiter.
© by Reckfilm

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Unser Fahrzeug Moula Moula, ein vollwertiger, geländegängiger LKW mit großer Nutzlast und hoher Bodenfreiheit für den extremen Geländeeinsatz. Auf-und Ausbau durch Woelcke Reisemobile.

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Verschiffung: Moula Moula am Haken, Bild anklicken
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