2018 Teil 2

„Goldrausch in Simbabwe"


Do.1.2.18                                                                         Um nach Simbabwe zu kommen  wählten wir die Transit Route durch den Chobe N.P. nach Kasane. An der Grenze von Ngoma bezahlten wir für uns einen Eintritt von 260.- Pula, Versicherung für „MM“ 50.- und Road-Tax 50.- Pula. Das entsprach umgerechnet zusammen 36.-€.

 

  In der Hoffnung einigen Elefantenherden zu begegnen, wurden wir leider enttäuscht. Durch die Regenzeit und das üppige Grün sahen wir nur deren Hinterlassenschaften auf dem nassen Asphalt.

 

 

 

An der Grenze ging’s auf der Transit Route durch den Chobe N.P. nach Kasane

 

Unser Nachtplatz kurz vor der Grenze nach Simbabwe, an der Puma Tankstelle bei  Kasane.    Ständige heftige Regenfälle erlaubten keine Pirschfahrten entlang am Chobe-River

 

Sa.3.2.18                                                                     Grenzübertritt nach Simbabwe

 

Bedingt durch die Bestimmungen in der Zollunion (Südafrika, Namibia, Botswana) war unser  Aufenthalt mit Moula Moula in den genannten Ländern nach einem Jahr  beendet. Dieses Mal wählten wir nicht Sambia als Ausreiseland, sondern wollten mit Simbabwe Neuland kennenlernen.

 

Grenzstation nach Simbabwe

 

Allen negativen Erzählungen nach, über die Einreisebestimmungen, überhöhte Grenzübertritts Preise,verbotene Einfuhr von Fleisch- und Gemüsewaren, Schlepper, Abzocker in Fantasieuniformen, Schikanen und Fahrzeugdurchsuchung, waren wir total über die schnelle und unkomplizierte Grenzabwicklung überrascht. Ausstempelung aus Botswana in 2 Minuten erledigt.                                                                                                         

 

Grenze Simbabwe: Je ein Visa für 40 Tage 30.-US$ -Fahrzeugversicherung        50.-US$...Einstempelung von  unserem neuen  „Carnet de Passage“ (Zollpapiere für unsere Fahrzeuge) das war‘s, Fahrzeugkontrolle? Route-Tax? Davon wollte keiner etwas wissen…Dauer keine 5 Minuten… wir waren in Simbabwe auf dem Weg zu den Victoria Wasserfällen. Unterwegs ein kurzer Stopp: Unsere zuvor im Fahrzeug versteckten Fleisch, Wurst, Käse und Gemüsevorräte konnten wir wieder hervorbringen.

 

So.4.2. – Mi.7.2.  Die Victoria-Wasserfälle, die wir in Sambia schon dreimal besuchten, faszinieren uns immer wieder, dieses Mal wollen wir sie auf der Seite von Simbabwe besuchen.

 

Der Ort des Donnernden Rauches & der Regenbogen…Zum Regenbogen fehlte leider die Sonne…

 

Nach drei Tagen Dauerregen, hochpreisigen  Aktivitäten um die Wasserfälle (Eintritt p.P. 30 US$...dagegen muss ein einheimischer Farmarbeiter seine Familie mit 100.-US$ im Monat ernähren…wie das funktioniert erstaunt uns bei diesen Preisen immer wieder). Nach dem faszinierenden Ausblick über die gewaltige Gischt der herabstürzenden Wassermassen, die kaum Foto und Filmaufnahmen zuließen, fuhren wir auf der A8 weiter nach Süden.                                                       Eigentlich wollten wir entlang am Zambezi – River zum Lake Kariba, in Richtung Osten, den wir im letzten Jahr in Sambia wegen gewaltigen Regenfällen leider nicht erreichten.                                                                                                               Von einem einheimischen „Safari-Unternehmer“ erfahren wir, dass zurzeit wegen starker Regenfälle der wunderschöne und sehr tierreiche „Mana Pools  N.P“ gesperrt ist. Ab Ende Mai bis in den Nov. hinein…ein Geheimtipp für Afrikafans….diese Zeit behalten wir uns vor….

 

Nicht nur in Victoria-Stadt, sondern im ganzen Land war es nicht möglich an Geldautomaten Dollars abzuheben. Hier scheint alles nur mit Scheckkarten zu funktionieren. Am nächsten Tag wechselten wir auf der Bank unsere Euros gegen US$. Höchster Tauschwert  300.-€ …einmal ich, einmal Rita machte zusammen 720.-US$

 

Das wertlose Geld wurde gegen US$ ausgetauscht.

 

2009 wurde man schnell zum „Dollar- Billionär“. Im Bild ein Geldschein während der Hyperinflation…der Nennwert von 100 Trillionen (Weltrekord) war der höchste Betrag, für den man nicht mal ein Brot bekam. Heute bezahlt man mit US-Dollar…Einreisende sollten demnach genügend Bargeld mitnehmen.

 

Do.8.2.-So. 11.2 „Zum Hwange N.P“..

 

Unterwegs in einem Forest-Land…ein einsamer Übernachtungsplatz.

 

Mit der Gastfreundschaft der einheimischen fühlten wir uns in diesem Land sehr willkommen. Um die Rundhütten, die meist von einer Großfamilie bewohnt werden, absolute Sauberkeit, kein Müll, auch nicht neben den Pisten durch das Land.

 

Die weitere Strecke in Richtung nach Bulawayo, der zweitgrößten Stadt Simbabwes, ist eintönig und unspektakulär, wären da nicht immer wieder die freundlichen Menschen. Sie winken uns schon von weitem zu, ein Lachen und Staunen, wenn wir dann an ihnen langsam vorbei fahren…

 

Fire-wood…ein Tag Arbeit für 5.- US$

 

Auf der Fahrt nach Bulawayo sind neben der Straße rote Holzstapel aufgeschichtet, wir halten an. Zwischendrin steht Latif Machungwa, er hackt und verkauft Feuerholz. „Das rote Holz ist Mahagoni, das ich hier aus dem Wald hole, es ist besonders beliebt  zum Kochen, aber auch für den Möbelschreiner gut zu gebrauchen“, erzählt er uns. Latif schuftet einen ganzen Tag für einen Stapel Fire wood, der ihm lächerliche  5.-USD einbringt, damit er mit seiner Familie über die Runden kommt. Er ist wütend auf den scheidenden Präsident Mugabe, der auf Staatskosten seine ausschweifende Party zu seinem 93. Geburtstags über 2 Millionen Dollar kosten ließ.

 

Jetzt hoffen alle in Simbabwe, dass ihnen die neue Regierung wieder bessere Zeiten bringt. Etwas traurig blickt der „Feuerholzmacher“ zu seiner kleinen Blechhütte: “hier schlafe ich alleine unter der Woche und nur am Wochenende komme ich zu meiner Familie, zu meiner Frau und unseren 3 Kindern, die 20 Km von hier in einem kleinen Dorf wohnen“. Latif nimmt wieder seine geschärfte Axt in die Hände, holt sich einen dicken Ast …für den nächsten Fire wood-Stapel.

 

Seit wir den Caprivi-Stripe in Namibia verlassen haben, schlafen wir wieder unterm Moskitonetz.

 

Der Hwange N.P. ist der größte Park in Simbabwe, beheimatet eine unzählige Tierwelt, vor allem riesige Elefantenherden und ist halb so groß wie Belgien, den wolten wir heute besuchen und in den nächsten Tagen durchfahren. Aber soweit ist es leider nicht gekommen. Am Sinamatella Camp angekommen hieß es, dass unser Fahrzeug zu groß und zu schwer wäre um die vom Regen aufgeweichten Pisten zu befahren. Wir sollten es weiter im Süden, am Main Camp versuchen. Dort angekommen, erhielten wir dieselbe Antwort…Fahrzeug leider zu groß um selbst durchzufahren. Wir werden es zu einem späteren Zeitpunkt nochmals versuchen

Bunter Waschtag bei einer Familie im Ngamo Forest Land

Straßenkneipe im Dorf Kezi im Matabeleland…

...gegenüber ein Supermarkt.

 


 

Neugierige und freundliche Schulkinder

 

Es war Samstag…                                                                                                        Auf der A7, kurz vor Bulawayo, standen wir an einem kleinen Supermarkt. Nebenan an der Tankstelle fuhr ein weißer Farmer vor, kam auf uns zu und lud uns auf seine Farm ein. Dankend haben wir seine Einladung angenommen und folgten ihm.

 

Zwischen seiner Tomatenplantage und einem Bewässerungs-Damm fanden wir einen sehr schönen Platz.

 

Seit Wochen… die ersten zwei Tage ohne Regen…

 

Auf der Farm war gerade Tomatenernte bei der ich mit den Erntehelfern bei meinen Filmaufnahmen viel Spaß hatte.

 

Gegen Spätnachmittag wurden wir vom Farmer Clive seiner Frau Bridgette und seinem Bruder zum Brai eingeladen. Es gab gut gewürzte Burenwurst, T-Bone Steak und gerollten Bauchspeck mit Lebereinlage, es war sehr lecker und wir hatten einen sehr schönen gemeinsamen Abend.

 

Dieser  Sonnenaufgang verspricht ein schöner Tag zu werden. Wir füllten noch unsere fast leeren Wassertanks mit gutem Brunnenwasser, fuhren weiter  nach Süden…zum  Matobo N.P. doch gegen Mittag begann dann wieder ein drei Tage langer Dauerregen…

 

Der Matobo-Nationalpark, ein magischer Ort mit Granithügeln und übereinandergestapelten Felsbrocken, die vor Millionen von Jahren entstanden sind. Sie gaben auch dem Park seinen Namen: „Matobo“ heißt so viel wie “nackte Köpfe“. Im Formenreichtum der Felsen erkennt man mit etwas Fantasie allerlei faszinierende Figuren.

 

Die Sonne, wenn sie in der Regenzeit scheint, verzaubert die Felsenwelt in eine märchenhafte Landschaft.

 

Dem Entdecker Sir John Cecil Rhodes, der der früheren britischen Kolonie Rhodesien seinen Namen gab, war von dieser Gegend so beeindruckt, dass er sich hier in diesen Granitbergen begraben ließ. Seine Grabstätte mit einer kleinen Bildergalerie kann man gegen 10.-US$ bei einer Parkrundfahrt besuchen.

 

Zwischen Felsen und in Höhlen findet man im Matobo Gebiet  einige tausend Jahre alte Felsmalereien der San.

 

Auf den verschiedenen Campingplätzen funktionierte nichts mehr, kein Strom, kein Wasser alles sehr verwahrlost. Auch die „Lodge am Dam“, Nr 1 des Parks in der wir kostenlos einen „Ersatzplatz“ bekamen, hat schon bessere Zeiten gesehen…

 

In der Absicht, Elefanten oder anderen Wildtieren zu begegnen, fuhren wir 160 Km durch einsames Buschland. 

Die einzigen Tiere die wir bis jetzt durch Botswana zu Gesicht bekamen, waren Kühe, Kühe, Kühe…aber es kommt bald anders.

 

Auf einer matschigen Piste nach Gwanda wurden wir mal wieder von liebenswerten weißen Farmern „aufgepickt“. Lodie und Ray Townsend…. Sie besitzen eine Farm in unübersehbarer Größe auf der Mais angebaut ist.   

 

Nach Regen folgte ein doppelter Regenbogen…

 

Lodie und Ray …rechts daneben ein Freund von Ray haben uns zum „Brai“ eingeladen…T-Bone-Steak, Filetsteak, Salate….Ray erzählt uns von seinem Hausboot am Lake Kariba im Norden von Botswana und über unglaubliche Tierbegegnungen an den Ufern des Sambesi-Staudamms.

 

Lodie und Ray haben uns eingeladen eine Woche mit ihrem Hausboot incl. Kapitän an den Ufern und Inseln Elefanten, Krokodile , Hippos und andere Tiere zu beobachten, zu Filmen und vor allem zum Angeln. Es ist eine Einladung der man kaum wiederstehen kann. Das heißt, dass wir uns den Kariba-Stausee, den Mana-Pools N.P. und das grüne Hochland im Osten für den nächsten Besuch mal vormerken.



Ankunft in Gwanda.

Wir standen auf dem Parkplatz vor der „Gwanda Mall“. Rita war einkaufen. Es klopfte am Fahrzeug und wie schon öfter erlebt, werde ich gefragt wo wir heute übernachten, wir werden wieder eingeladen.

Nach Rita’s Einkauf  folgten wir seiner Beschreibung und kamen auf eine „Museumsreife“ Campsite an . Junior, wie er gerne genannt wird, zeigt uns stolz sein angelegtes Gelände. Auf einer Seite neue Chalets, mit Küche Wohnraum, 2 Schlafzimmer Klimaanlage   und ein tolles Bad mit großer Dusche. Nebenan stehen 3 Wohnwagen für Backpacker zur Verfügung. Ein großer Rasenplatz für Camper mit Pool wird gerade angelegt. Dazwischen fast hundert Jahre alte Dampfmaschinen die für Gold- Waschanlagen eingesetzt wurden.

Dampf-Transmissionsmaschine für eine Gold-Waschanlage aus dem Jahr 1925

 

Gleich am ersten Abend werden wir zu einem Familiengeburtstag eingeladen. Junior’s Mutter wurde 72 Jahre alt. Als Geschenk machte ich ihr Bilder und einige Vidio- Sequenzen ihres Festes.

 

Goldrausch in Simbabwe

 

Junior, wie man den freundlichen Besitzer der Campsite nennt, ist Ingenieur,     besitzt seit einigen Jahren 2 Goldminen, die 1967 stillgelegt wurden. Der hohe Goldpreis macht die alten Minen wieder zu einem lukrativen Geschäft.

 

Die alten Maschinen, die verfallenen Stollen, das Gelände und die Menschen… darüber möchte ich eine Filmreportage drehen, das erzählte ich ihm…Junior war begeistert davon.... 

 

Eingang in einen 80 Jahre alten Stollen...Lebensgefährlich

Stein Mahlwerk

Stofftücher mit Goldablagerungen werden ausgewaschen

Dillon, ein 2 Meter Mann ist der Sohn von Junior. Rita und ich mit dem unreinen Gold, noch gemischt mit Queksilber. Silber und anderen Metallen wird zum Kochen vorbereitet. 

Queksilber, Gold, Kupfer und Silberanteile werden gekocht, die Elemente trennen sich, das Gold sinkt in dem trichterförmigen Behälter nach unten, ein Kegel mit 94% Gold wird gewonnen...

Auf Rita's Hand liegt 1,56 Kg Feingold (94%)

Eine Goldmine im Gebiet von Gwanda.

Grenzbrücke "Beitbridge" nach Südafrika. Wir sind nochmals unterwegs mit Tieraufnahmen im Kruger N.P.

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Verschiffung: Moula Moula am Haken, Bild anklicken
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