Teil 6 Namibias Norden

 

Schon bevor wir nach der Grenze von Botswana, den kleinen Ort Tsumkwe erreichten, wurde uns bewusst, dass die „San-Kultur“ im Buschmannland keinen Platz mehr findet. Durch Einwanderungen verschiedener Namibischen Volksgruppen wurden sie immer weiter in Gebiete zurückgedrängt wo sie keine Möglichkeiten mehr hatten, mit Pfeil und Bogen ihrem Nahrungsbedarf nachzugehen… man hat ihnen ihren Raum genommen. Um die Bottle Stores und Blech-Hütten neben der Piste lungern betrunkene Männer und Frauen in verschlissenen Klamotten herum…                                                                          Wir haben erfahren, dass auf dem Weg nach Grootfontein im „Fiume“ Bush-Camp die Touristen, eine Familiengruppe der San, in einem „Living Museum“ besuchen können. Wir treffen auf der Fahrt zum Camp den Besitzer. Er spricht Deutsch und hatte mit den San als Kind viele Kontakte, spricht auch ihre Klick-Sprache. Bei Buchung im Camp erfährt man bei einer „ Live Show“ näheres über das „Leben der San“. Wir konnten uns auf dem Camp „ohne Besucher“ (und ohne San)  kurz umschauen…unser Eindruck…professioneller Kommerz…der nicht mehr mit der San-Kultur im Einklang steht…                                                   

 

Landschaft auf der Fahrt nach Grootfontein

 

Unsere weitere Fahrt geht über Otavi nach Otjiwarongo. Folgt man dem Schild in Otjiwarongo : „Kameldorn Garten“ kommt man in den Biergarten zu Dieter Radeck. Dieter, ein liebenswerter Mensch, hat seine Lehre als Koch in Ludwisburg (Monrepo) mit Erfolg abgeschlossen.

 

„Im Kameldorn Garten“

Dieter Radeck neben einer seiner Angestellten

 

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An diesem Wochenende war das 1. Kameldorn Wein-und Bierfest. Dieter lud seinen Freund Andreas Ullrich ein, er ist Deutscher Metztger (Schwäbische Alb), Grillmeister und leitet die Immenhof Farm nördlich von Omaruru.

Andi, (ein schönes Gesicht braucht Platz) mit seinem Team

 

Heute gabs Andi’s schwäbische Spezialitäten:  Sauerkraut mit Schweinshaxe, Schlachtplatte und Hänchen vom Grill,dazu schwäbischer Kartoffelsalat…Fassbier nach deutschem Braurecht und auserlesene Weine aus Namibia und Südafrika…. einfach Lecker… 3 Tage standen wir sicher auf dem Parkplatz vom Kameldorn Garten. Samstag war mal wieder „Wäschetag“. Dieter gab uns sein Fahrzeug, seinen Hausschlüssel, konnten zwischendurch mehrere Waschmaschinen füllen und Wäsche trocknen. Nochmals herzlichen Dank an Dieter und seinem Team für die schönen Tage, an denen wir sehr viel Freude hatten.

 

Wir fahren weiter auf der C38 nach Outjo, biegen links ab in Richtung Khorixas und kommen nach ca. 80 Km an die Piste D2743 zur Vingerklip

 

Die Vingerklip, ein Kalksteinfinger, der über 35 Meter über seinen Hügel ragt…         Aufnahmen von der Ugab Terrace Lodge… (sehr steile atemberaubende Auffahrt)

 

 

 

Die Vingerklip

Auf der Fahrt zur Vingerklip… entstanden sind eindrucksvolle                                  Flug -Aufnahmen.                   

 

Im Herzen vom Damaraland liegt Twyfelfontein…(Zweifelhafte Quelle)

 

Eine weite Ebene, als zentraler Mittelpunkt, nutzten über tausende Jahre die Jäger und Sammler als Jagdgebiet.Von ihren Höhlen der umliegenden Berge aus, hatten sie ein weites Blickfeld auf ihre Jagdtiere, die sie an Felswände „verewigten“. 

 

Afrikas Tierwelt von den Buschmännern mit Quarzsteinen in Sandstein geritzt. Eine genaue Datierung der Gravierungen ist wegen vergangener Umwelteinflüssen kaum möglich. Geschätzt werden sie zwischen mehreren tausend und einigen hundert Jahren.

 

Twyfelfontein 2007 von der UNESCO zum ersten Welterbe Namibias ernannt.

 

Im „Living Museum“ der Damaras

 

Nur einige Kilometer nördlich von Twyfelfontein erlebten wir im Damara Living Museum eine perfekte und sehr interessante Aufführung, wie die Damaras vor Jahrhunderten in einer kleinen Dorfgemeinschaft lebten.

 

Eine Damara beim Herstellen von Schmuckgegenständen.

 

Männer bei Schnitzarbeiten von Gebrauchsgegenständen

 

Mit einer Buschwanderung erfährt man auch so manches über Pflanzen und deren Heilmittel gegen allerlei Schmerzen. Mit einer singenden und tanzenden Darbietung verabschiedeten uns die Damaras…sehr empfehlenswert.

 

Ein einsamer, wunderschöner Übernachtungsplatz am trockenen Flußbett des Huab.

 

Ebenfalls im Gebiet von Twyfelfontein, der verbrannte Berg

 

…ein vegetationsloser, erodierter und erdgeschichtlicher Schuttberg, der durch die Anhäufung von geschwärztem Gestein und Geröll in verschiedenen Farbtönen den Eindruck eines „verbrannten Berges“ vermittelt.

 

Es sind meterhohen Basaltsäulen die vor etwa 100-130 Mill. Jahren durch vulkanische Aktivitäten entstanden.

 

Doppelt so alt dürften die teilweise vollständig erhaltenen, versteinerten Baumstämme eines urzeitlichen Nadelwaldes sein. Man nimmt an, dass sie durch ihre übereinander liegende Anordnung durch Flüsse aus einer anderen Region angeschwemmt wurden. Nur durch absoluten Luftabschluss wurde der Fäulnisprozess über Millionen von Jahren unterbrochen. Schlamm und Sand bedeckten die Stämme in die kieselsäuriges Wasser eindrang und versteinerte. Jahresringe sind bis ins kleinste Detail erkennbar. Fährt man mit der Hand über die Rinde der Araukarie, kann man es kaum glauben dass man es nicht mehr als weiches Holz, sondern als harten Stein empfindet. 

 

Einzelne „Holz“ Teile die über 250 Mill. Jahre alt sein dürften, liegen im „versteinerten Wald“, nördlich von Twyfelfontein an der C39.

 

Ein einsamer Übernachtungsplatz in der Weite der Landschaft im Kaokofeld…

 

 

Piste C43 von Palmwag nach Sesfontein

 

 

Sesfontein...ein verstaubter Ort den wir gegen Nachmittag erreichen.

 

 

Der „Car-Doktor“, mehr wie Reifenwechsel geht hier nicht...

 

In Sesfontein sind auch die Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel sehr begrenzt.

 

 

Im Jahre 1896 wurde das alte deutsche Fort in Sesfontein zur Bekämpfung der Rinderpest, des Waffenschmuggels und gegen die Wilderei errichtet. Achtzehn Jahre später zogen die deutschen Schutztruppler weg und hinterließen das Fort und den Friedhof mit 3 Gräbern sich selbst.

 

 

Anfang 1990 wurde das zerfallene Fort restauriert und seitdem als Lodge mit Restaurant und Swimmingpool genutzt. Hier füllten wir unsere Wassertanks mit vorzüglichem Brunnenwasser wieder auf.

 

 

Auf der Suche nach den Wüstenelefanten fahren wir auf der sehr ruppigen Piste D3707 über das „Giribes Plain“ ins Rivier des Hoanib.

 

 

Auf der weiten, mit Gras bewachsenen Hochebene, beschäftigt uns das Phänomen der „Feen-kreise“, sie kommen vor allem in Namibia vor und sind auch in Australien vereinzelt anzutreffen. Sie besitzen einen Durchmesser von 2 bis 30 Metern und sind relativ gleichmäßig über die Grasfläche verteilt. Begrenzt werden die kahlen Kreisflächen meist von besonders üppig wachsenden Graskränzen. Wie die kahlen Stellen inmitten von trockenen Graslandschaften entstehen, darüber rätseln Wissenschaftler schon seit langem. Tragen Ameisen oder Termiten zur Entstehung bei? Oder sind es Prozesse von Pflanzen? Es wird wohl noch ein langes Geheimnis bleiben....

 

 

Traumhafte, einsame Landschaft auf der D 3707 von Sesfontein Richtung Tokamas...

 

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