45 Nordamerika: USA

Der weite Westen

 



Reiseroute durch die USA:
8820 KM

Reiseroute
Grenzübertritt Tijuana, San Diego, Palm Springs, Joshua Tree Nat. Park, Las Vegas, Oatman, Rout 66, Kingman, Seligman, Flagstaff, Grand Canyon Village, Page, Antelope Canyon, Paria Wildernes mit Wave, Glendale, Zion Nat. Park, Bryce Canyon, Grand Staircase, Lake Powell, Navajo N.M., Monument Valley, National Bridges N.M., Arches Nat. Park, Salt Lake City, Pocatello, Twin Falls, Craters of the Moon N.P., Yellowstone Nat. Park, Butte, Missoula, Spokane, Seattle, Grenzübergang bei Everett nach Darrington.

Sprache: Amtssprache Amerikanisch, im Süden auch Spanisch verbreitet (oft wird auch ein bisschen Deutsch gesprochen)
Einreise USA: Siehe Mexico Teil Grüne Einreisekarte am Border ausgefüllt. Fingerabdrücke, Gesichtsfoto, einige Fragen wegen unseren Einreiseabsichten, das war's. Kosten pro Person 6.- US$.
Einreise USA für Simba: Für Simba interessierte man sich, aber keiner fragte nach einem Gesundheitszertifikat oder nach seinem Impfpass. Ein Transitpermit war auch nicht nötig.
Für Moula Moula:>Keine KFZ - Registration, auch kein Eintrag in den Reisepass. Nach einer KFZ Versicherung fragte niemand, wir schlossen trotzdem eine halbjährige Versicherung ab, gültig für USA und Kanada, für 265.-US $. (Wir wurden unterwegs nie danach gefragt). Für diesen Preis waren abgedeckt: 15.000.- US$ für KFZ. Schaden und 30.000.- für Personenschaden. Das ist absolut unterste Grenze.

Zahlungsmittel: US-Dollar, Traveler-Scheck fast in jedem Supermarkt, Visa oder Masterkarte.

Wechselkurs (2.04.09):
1.- € ca. 1,40.- US$


20 US-Dollar

 

Dieselpreis (22.04.09):
1 Gallone = 3,78 Ltr. 2.29.-US$ = 1.63.- € (a' Ltr. ca. 0.43 €)
Benzin (22.04.09):
1 Gallone = 3,78 Ltr. 2.29.-US$ = 1.63.- € (a' Ltr. ca. 0.43 €)
Super (22.04.09):
1 Gallone = 3,78 Ltr 2.49.-US$ = 1,77.-€ (a' Ltr. ca. 0.47 €)
Spritpreise sind nach 3 Monaten Aufenthalt um ca. 0,30 US$ angestiegen.

KM Stand bei Einreise USA 189 450 Km
KM Stand bei Ausreise USA 198 270 Km
Gefahrene Km seit Beginn unserer Weltreise 170 293 Km

Aufenthaltsdauer:06. April 2009 - 22. Juni 2009


KFZ- Schild vom warmen California in USA

 

Mon. 06.04.09 Einreise USA
Eigentlich wollten wir über den kleinen Grenzübergang bei Tecate in die USA einreisen, doch es kam ganz anders. An der mexikanischen Migration angekommen wurde Ritas Reisepass gleich ausgestempelt, bevor ich eigentlich Fragen konnte, ob ich die Importbescheinigung von unserem Fahrzeug auch hier abgeben konnte. Das ist nur in Tijuana möglich, his es, nur die hätten dort ein Lesegerät für die Identifikation auf unserem Formular. Gerade konnte ich noch meinen Pass zurückziehen um nicht ebenfalls meinen Ausreisestempel zu bekommen, denn Rita war schon illegal wegen ihrer Ausstemplung im Lande. Entlang an der stark bewachten Grenzmauer ging's auf mexikanischem Boden, in die berüchtigte Grenzstadt Tijuana. Es ist ein Ort, in der die Verheißungen des Nordens auf die Verzweiflungen des Südens treffen. Auf einer mehrspurige Autobahn drängte uns der gesamte Verkehr Stoßstange an Stoßstange zu den Grenzposten. Bis wir gemerkt hatten, dass es an dieser Stelle gar keine mexikanische Migration gab, war es schon zu spät. Plötzlich standen wir in einer Abfertigungshalle auf amerikanischem Boden und die Abgabe meiner KFZ Permit an einen mexikanischen Grenzposten war nicht mehr möglich. Wow! What a Start in USA!
Zuerst ging's in Richtung San Diego, denn in dieser Gegend haben wir schon von Mexiko aus zwei neuer Reifen geordert. Bei "PARKHOUSE TIRE" in der Ruffner Street 4660 in San Diego, wurden wir schon erwartet und haben sie gleich montiert bekommen. Nun konnte unser letzter Abenteuerweg auf dem nordamerikanischen Kontinent beginnen. In den ersten Wochen konnten wir uns an diesen abartigen Kulturschock um San Diego und Los Angeles nicht gewöhnen. Vor lauter Runaway zogen wir uns erst mal zurück. Eine total verrückte Welt...


Wir freuen uns über neue Pneus


Ein Übernachtungsplatz auf einem kostenlosen Wal-Mart Center

Nichts wie ab in die Wüste!
Eine kurvenreiche Pistenfahrt, östlich von San Diego, hat uns in das weite Tal der Oase "Borrego Springs" hinuntergeführt. Die knochentrockene Anza-Borrego Wüste war einst ein blühender Garten in dem Wüstenelefanten, Kamele und viele ausgestorbene Tiere lebten. Heute ist es eine Region von über 2000 Km² in der außer Kakteen und einige Wüstenpflanzen nichts wächst. Der Ort Borrego Springs ist wie ausgestorben. Die weit verstreuten Anwesen sind alle im Privatbesitz und dienen als Wochenend-Residenz reicher Großstädter aus L.A.

Während ich beim Fotografieren bin, hält ein roter Militär-Hummer neben mir. "Ich bin Jon" rief der Fahrer aus dem Wagen, "ich interessiere mich für eure Reiseerlebnisse, vor allem über Afrika". Bevor ich anfing zu erzählen, lud er uns schon auf seine Residenz zum Dinner ein. Wir folgten ihm ein Stück durch die Wüste und kamen an ein tolles Haus mit Gästeanbau, Swimmingpool, Garage mit Geländemotorräder und was man noch so fürs "Wochenende" braucht.


Ein nicht alltägliches "Wochenendhaus" in der Wüste

Der Innenbereich war mit wertvollen Orientteppichen von seinen Geschäftsreisen ausgelegt. Tolle fotografische Bilder zierten die Wände. Gegen Abend kamen einige Freunde und seine Eltern. Sein Vater war in Heidelberg stationiert und er freute sich über einige deutsche Worte, die er nicht vergessen hatte. Nach dem köstlichen Dinner gab's guten Wein und viele Geschichten aus Afrika, die uns viel zum lachen brachten. Es war ein wunderschöner Auftakt, nach dem Runaway-Frust der letzten Tage.


Jon und Christin Ehly

Früh am nächsten Morgen ging's mit einer "Hummer-Fahrt" noch zum wunderschönen Sonnenaufgang in die Bergwelt der Wüste. Nach einer kurzen Wanderung auf einen Aussichtspunkt erhob sich die glühend rote Sonne mit einem gigantischen Schauspiel, am Horizont des weiten Tales.


Jon zeigt unterwegs einem Biker wo's lang geht

Zum Abschied bekamen wir noch ein tolles geologisches Buch über die Anza-Borrego Wüste geschenkt. Natürlich mit Widmung. Thank you Jon and Christine for a wonderful time in you houses and we hope to see you again maybe next time in NAMIBIA. "Peace and Love". Was uns blieb, sind die Eindrücke von einer herzlichen Begegnung mitten in der Anza-Borrego Wüste.

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Fr. 10.04.09 - So. 19.04.09

Zu den Wüstengärten vom Joshua Tree


Durch eine interessante Landschaft kamen wir über Palm Springs in den Joshua Tree Nationalpark, Heimat des Joshua Baumes im südlichen Teil der Mojave-Wüste. Endlich wieder ein kleines Stück "freie" Natur wie wir sie lieben. Zwar ist alles wie überall in den Nationalparks der USA reglementiert aber dafür sind wir weg von der hektischen Welt der Westküste.


Der Joshua Tree, ein Agavengewächs wird bis zu 12 Meter hoch und beeindruckt durch
seine stachelartigen, buschigen Blätter.

Am Cottonwood Visitor Center nehmen wir gleich eine Jahres-Eintrittskarte um 80 US$ für alle Nationalparks in der USA. Besucht man mehr als drei Nationalparks, wie in unserem Fall, dann lohnt es sich, gleich am ersten Park dieses Permit einzulösen.


Kakteen wie kuschelige Teddy Bear Chollas


Die Wüste blüht


Farbenprächtige Kakteenblüten

Las Vegas, muss man als Nomaden-Traveler auch nur einmal gesehen haben. Bevor wir auf dem "Circus Circus" Campground, direkt in der Stadt, für 3 Tage unseren Stellplatz einnahmen, besorgten wir uns bei Caterpillar neue Batterien für das Fahrzeug und für die Kabine. Nach dem Einbau ging's dann auf den "Strip", so nennt man die etwa 3 Km lange Vergnügungsmeile in Las Vegas.


Welcome in Las Vegas


Klein Paris


Klein Venedig


Eingang zu einer "Spielhölle"

Diese "Showtribüne", mitten in der Wüste von Nevada, beginnt eigentlich erst am späten Abend, dann glänzt und funkelt es in allen Neonfarben und beeindruckt seine Gäste aus aller Welt. Spielkasinos locken mit Billigbuffets und preiswerten Drinks. Als aktiver Spieler an den "einarmigen Banditen" kann man sogar warten, bis einem auf Kosten des Hauses ein Getränk kredenzt wird.

Wir hatten schon nach dem 2.Tag genug gesehen von dieser Kunstwelt und es zog uns weiter über den Hoove Damm zum Grand Canyon. Auf eine Damm-Besichtigung haben wir wegen den Security Checks und dem Filmverbot verzichtet. Für die Stromversorgung des nahen Las Vegas, gilt der Damm, als ein durch Terroristen gefährdetes Objekt.

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Mo. 20.04.09 - Di. 05.05.09

Über die "Six ti Six" zum Grand Canyon


Auf der 95er kommen wir in Richtung Süden und biegen vor Topock links ab nach Kingman. Plötzlich sehen wir die Zahl 66 auf der Strasse aufgemahlt. Hier beginnt, oder endet ein Teilstück der legendären Route "six ti six", die einst Chicago mit Los Angeles, als führende Transkontinentale Landstraße, verband.


Die Route 66 aus meinem Führerhaus-Fenster


Auf der "six ti six", nostalgische Shops

Wir verlassen Kingman auf der "berühmten Route 66" in Richtung Seligman, die aber wie ich meine, keine Besonderheiten bietet. Ab und zu kam uns eine Gruppe Harley Biker entgegen, die wohl gerade alle Ihren Traum "lebten".


Heiße Schlappen am Rande der Route 66


"Ein Biker Traum", einmal die Route 66

Kaum in der Wüste von Arizona angekommen, hatten wir mit unserer 24 Volt Lichtmaschine einen Totalausfall. Als ich unser Fahrerhaus mittels der eingebauten Hydraulikpumpe heben wollte, brach auch noch ein Hydroschlauch und die Soße lief aus, (war durchgescheuert) ich hatte keine Chance mehr, weder an die Lichtmaschine, noch an den gebrochenen Schlauch im Motorenraum zu kommen, um ihn notdürftig mit Angelschnur zu reparieren. Auch das Hydraulik Sicherheitsschloss für die Fahrkabine öffnete sich nicht. Auf der Route 66 ging's wieder zurück nach Kingman, dort ließen wir uns bei Caterpillar einen Hydraulik-Bypass anfertigen, den ich dann nach 4 Tagen bekam.

Wir standen auf einer Wiese zwischen Caterpillar und dem größten Harley Davidson Shop weit und breit gerade richtig, denn an diesem Wochenende war eine Harley Davidson Partytime angesagt. Zu Hunderten kamen sie auf ihren chromblitzenden Harleys zu diesem Biker-Treff angefahren, wobei es unzählige Fotomotive gab.


Die 66er. Ein halbes Jahrhundert Geschichte...


Auch Camper fanden sich ein, sie waren meist so alt wie ihre Besitzer


Gehörnt und mit "Dreirad" geht's auch noch "spät" in den Jahren.


Nicht nur am Oldie hatte man seine Probleme...

Caterpillar, ist mit ihren überall vertretenden Servic-Stationen, immer eine gute Adresse für Individualreisende. Was für eine Planierraupe oder einen Bagger gut ist, kann für uns nicht schlecht sein. Wer keine Ersatzteile dabei hat, findet bei "CAT" (In jedem größeren Ort) mit Sicherheit brauchbare Teile für eine Improvisierende Reparatur.


Moula Moula mit neu verlegten Hydraulikschläuchen

Nachdem ich die Hydraulikschläuche neu verlegte, konnte ich das Führerhaus nun wieder anheben und unsere Lichtmaschine ausbauen.


Unser Dank gilt bei Empire Cat: Jeff Dauer, Justin Carter und Billy Hood


Auch wir waren am schrauben.
Die Lichtmaschine wurde neu gewickelt und eingebaut.

Nicht nur die Besorgung von europäischen Gewindeanschlüsse ist hier ein Großes und zeitaufreibendes Abenteuer, sondern auch die Beschaffung, oder Neuwicklung einer 24 Volt Lichtmaschine. Im Amiland fährt weder ein PKW noch ein LKW mit 24 Volt. Mit viel Spürnase, vielem Fragen und einem Quäntchen Glück, haben wir unsere Lichtmaschine, über "ROGERS ELECTRIC" in Kingman, wieder mit einer neuen Wicklung beschaffen können und haben sie eingebaut. Nach einer Woche Zwangsaufenthalt durchfahren wir wieder Steppenlandschaften, sehen einige wenige Ortschaften am Rande der 66, die sicher einmal aus einzelnen Rinderfarmen entstanden sind. Kurz darauf erreichten wir dann die Interstate 40.

Wie klein ist doch die Welt und groß das Schwabenland. Das "Porsche Team" aus Weissach. Vor dem Hilton Garden Inn in Flagstaff trafen wir das nette Porsche Team aus Weissach, das sich gerade auf Testfahrt befand. Wir haben uns sehr gefreut über den Plausch und senden nochmals liebe Grüße an die Crew.


v.l.n.r Markus Hendeß, Achim Schmied, Stefan Kaser, Daniel Stücker,
Rob DeBrayn, Dennis Kortenoeven

Zum Grand Canyon Ganz besondere Landschaftserlebnisse waren Zweifellos die grandiosen Nationalparks in einer reichen und überschwänglichen Region von Naturwundern. Es gibt Canyons auf dieser Erde die tiefer oder enger sind, wie z.B. das Schluchtensystem des Kupfer Canyons in Mexico, doch so grandios wie der Grand Canyon, so ehrfurchtgebietend, so faszinierend und so berühmt ist kein zweiter. Ein Helikopterflug durch den Canyon, besser gesagt, über den Canyon, habe ich wegen den Videoaufnahmen gemacht, lohnte sich aber nicht, bessere Aufnahmen bekommt man von den verschiedenen Aussichtspunkten.


Einfach "Grande".


Am Horseshoe- Point über dem Colorado River, mit einmaliger Kameraposition


Panorama- Aufnahme vom Colorado River, an der Schlaufe "Horseshoe Bend"

Zwischendurch war es einmal wieder an der Zeit, auf einem Campground Wasser nachzufüllen und an die Steckdose zu gehen. Eigentlich wollten wir nur einen Tag bleiben, doch wir hatten so nette Nachbarn mit Bryn und Dianne aus USA, dass wir nochmals einen Tag länger blieben. Die beiden tingeln durch die Staaten und verbringen die Winterzeit im warmen Arizona. Gerne hätten wir uns nochmals getroffen, doch unsere große Reise musste weitergehen. Good luck together!


Freddy und Rita, darunter Bryn und Dianne, beim gemeinsamen Dinner

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Mi. 06.05.09 - Mi. 13.05.09

Durchs Navayo Indianer Reservat zum Antelope Canyon


Durch eine etwas eintönige Landschaft erreichten wir über die 89er die kleine Stadt Page, am Lake Powell. Es ist ein Ort, indem man sich wieder mit allem versorgen kann. In der Nähe entstanden seltsame, enge Schlitzschluchten, die durch einen Nebenfluss des Colorados ausgewaschen wurden und in ihrer Form, Farbe und Gefährlichkeit weltweit bekannt sind. So sind 1997 über 20 Menschen durch eine Flutwelle ertrunken, die ein fernes Gewitter verursachte. Normalerweise werden die Führungen mit einem Navajo- Indio-Guid durchgeführt und sind in der Regel auf eine Stunde begrenzt.

Als die Navajos mich mit meinen "Filmequipment" sahen, bekam ich gleich einen 4 stündigen Sonderaufenthalt, und das ohne lästige Begleitung. Ich kroch teilweise durch ein enges Felsenlabyrinth und war immer wieder begeistert, von einem fantastischen Licht- und Farbenspiel, an den steil aufragenden rotbraunen Sandsteinwänden, die ins freie führten.


Faszinierendes Farbenspiel im Antelope Canyon, in einer Felsenspalte

Die bizarren Gänge, die von einem unglaublichen Lichteinfall durchflutet werden, lassen jedes Filmerherz höher schlagen. Nach diesem einmaligen Naturwunder ging's auf einer Stahlbrücke über den Glen-Canyon-Damm in die Paria Wilderness, zu den Coyote Buttes.

Ein Highlight jagt das nächste. The Wave (Die Welle) war gerade eine Tagesfahrt weiter, dort durchlief ich die schönste Form von Sandsteingebilde, die ich je in meinem Leben gesehen habe. Der absolute landschaftliche Höhepunkt, ein Kick, auf unserer wunderschönen Weltreise. Eine einzigartige Felsstruktur, wellenartig und vielfarbig. Wer in diese skurrile Welt der Sandsteinformen möchte, kommt aber an einer Glückslotterie nicht vorbei.

Die Zahl der Besucher ist pro Tag auf 20 limitiert. 10 Personen werden aus den unzähligen Internetreservierungen gezogen und 10 vor Ort in der Rangerstation. Dazu findet jeden Tag in der Paria Contact Station, (auf der Strasse 89, bei Meile 30 von Page entfernt in Richtung Kanab), eine Verlosung statt. Vor neun Uhr (Achtung Zeitgrenze, wenn es in Page 8 Uhr ist, ist es an der Rangerstation schon 9 Uhr) stellt man einen Permitantrag aus und bekommt dazu eine Nummer aufgeschrieben, die dazugehörige Kugel kommt dann in eine Lostrommel. Am ersten Morgen, an dem ich teilnahm, warteten 72 Personen auf ihr Glück, ich war noch nicht dabei.

Da wir in dieser Gegend für heute blieben, nahm ich am nächsten Morgen nochmals einen Anlauf und wurde gleich als zweiter gezogen. Dieses begehrte Permit galt dann für den nächsten Tag. Mit fotobebilderten Hinweisplänen, die ich zu meinem Permit bekam, fand ich auf der einsamen 4 Km langen Wanderung, diesen fantastischen, unglaublichen Ort. Der Anblick übertraf meine kühnsten Erwartungen.


xxFreddy in der Wave (In der Welle), eine Naturformation
die nicht mehr zu überbieten ist. Für mich der absolute Kick!!!


Ein unglaublicher, faszinierender Weg in meinem Leben......

Obwohl die Koordinate und Wege dieses "Geheimtipps" bekannt sind, sollte man keinesfalls ohne ein gültiges Permit losziehen. Wer von patrollierenden Rangern, auf seiner illegalen Tour erwischt wird, (die sind ständig unterwegs) bezahlt eine hohe Strafe und kann zur unerwünschten Person erklärt werden, dem dann eine erneute Einreise in die USA, mit Sicherheit verweigert wird.

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Do. 14.05.09 - Di. 19.05.09

Der Bryce-Canyon Nationalpark.


Es folgt der Bryce-Canyon Nationalpark. Hier sieht es nicht so aus wie im "Wilden Westen", sondern eher wie in einer Märchenlandschaft. Leuchtende rot-weiß-ocker gestreifte Säulen mit bizarren Formen, zwischen denen sich grüne Kiefern kontrastreich abhoben. Bei einer 4 stündigen Durchwanderung begegneten wir vielen Fels Skulpturen, die aussahen wie Beduinen auf Kamelen, oder wie der hl. Franziskus. Farbenprächtige Foto- und Filmmotive wohin wir schauten. Wir waren fasziniert von dieser Schönheit und konnten uns nur schwer von dieser traumhaften Umgebung trennen. Der Brys Canyon ist ein ganz besonderes Landschaftserlebnis in einer so reichen Region von Naturwundern.


Im Brys Canyon


Erosion ließ kuriose Fels-Skulpturen entstehen. Blick in das "Amphitheater"

Zum Kodachrome Die Cottonwood Canyon Road ist eine Verbindungsstraße zwischen dem Highway 12 und dem Hwy 89 zwischen Page und Kanab. Die Gravel Road führt auf 46 Meilen durch das Grand Staircase Escalante National Monument. Bei einer kleinen Rundwanderung kommt man zum Kodachrome Bogen der einst überall bei der Werbung um Diafilme bei Kodak zu sehen war.


Jahrzehntelang der Werbebogen von Kodak. Man erinnert sich!
(In der Werbung war ein gigantisches Dia eingesteckt)

Etwas weiter südlich befindet sich der schon von weitem sichtbare Grosvenor Arch. Es ist ein 46 Meter hoher spektakulärer Doppelbogen in einer farbenprächtigen Landschaft.


Der Grosvenor Arch


Der Grosvenor Arch

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Mi. 20.05.09 - Do. 28.05.09

Das Monument Valley,


Während der Anfahrt auf dem Highway 163 eröffneten sich uns wunderschöne Aussichten auf die weltbekannten Sandsteinformationen des Monument Valley. Dieses Naturschutzgebiet ist kein Nationalpark, sondern steht allein in der Verantwortung der Navajo Indianer. Spätestens an dieser Stelle sind wir wirklich im Wilden Westen. Denn seit 1930 diente die größte natürliche Filmkulisse für zahllose Westernfilme und wurde somit ein Synonym für den Wilden Westen. Filme wie "Höllenfahrt nach Santa Fe" mit John Wayne, "Spiel mir das Lied vom Tod", "Fort Apache" und "Rio Grande" gehören zu den Klassiegern der hier gedrehten Western. Auch für den Walt-Disney-Film "die Wüste lebt" mussten die roten Sandsteinfelsen als Kulisse herhalten.


Anfahrt auf dem Highway 163

Unweit des Visitor Centers bot uns die Szenerie einen ersten beeindruckenden Überblick. Am späten Abend durchfuhren wir noch das Tal auf einer schlechten Schotterpiste und erlebten ein Farbenspiel der Sinne, das sich von Minute zu Minute änderte.


Im Monument Vally

Das weite Steppen-und Wüstenland war Erdgeschichtlich eine Hochebene. Die weicheren Sandsteinschichten wurden im Laufe der Jahrmillionen abgetragen. Die härteren Gesteinsschichten sind die heutigen "Monumente". Sie sind die Überreste der Erosionskräfte. Bis zu 300 Meter hoch erheben sich die Tafelberge und Zinnen und wechseln bei Sonneneinstrahlung ihr Farbenspiel von hellrot bis violett. Auf dem Campingplatz, kurz vor der Parkeinfahrt bekamen wir noch einen schönen Stellplatz für die Nacht, mit traumhaftem Blick über das Monument Valley.

Den Arch Nat. Park (Felsbogen) durchfuhren wir noch etwas weiter im Norden. Zahlreiche Steinbögen und Brücken spannen sich hier bis zu 93 Meter von einem Felsen zum anderen vor einer großartigen Bergkulisse.


Ein echter Steinpilz


Panorama - Aufnahme im "Arche N.P." Vom Wind und Wasser geformt


Kakteenblüten vor einem Naturdenkmal im Arche N.P.


Fragiles im Arche Nationalpark. Mit 93 Meter der
längste natürliche Torbogen der Welt.


Der einmalige "Delicate Arch", angestrahlt von der untergehenden Sonne.

Das absolute Highlight im Arche N.P. ist mit Sicherheit der "Delicate Arche". Ein mächtiger Steinbogen vor einer großartigen Bergkulisse. Nach diesem prächtigen Anblick verlassen wir den Nationalpark und folgen am nächsten Tag der Strasse 191 nach Salt Lake City.

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Fr. 29.05.09 - So. 07.06.09

Vom Mondkrater zum Atomreaktor


Es ging durch eine lavabedeckte Landschaft, die sich vor 4100 Jahren gebildet hat. Erdgeschichtlich eigentlich nur einige Sekunden alt, brach hier, aufgrund der tektonischen Plattenverschiebung, damals die Erde auf. Wir wanderten durch 10 Meter hoch aufgetürmten Lavahügel, zwischen denen sich schon Sträucher und verschiedene Pflanzenarten ihren Lebensraum eroberten und sich zahlreich angesiedelt haben. Eine geteerte Rundstrasse führt durch bizarr geformte Lavafelder zu verschiedenen Aussichtspunkten. Am Cone Viewpoint, einem 50 Meter hohen Hügel aus glitzerndem schwarzem Lavasand, hatten wir die beste Aussicht über das gesamte erdgeschichtliche Trümmerfeld.


Kamera-Position auf dem Mondkrater, schwarzer Lavasand,
so weit das Objektiv reichte.

In diesem Umfeld trainierte die Raumfahrtbesatzung, bevor sie ihre Mondmission begann. (Nach vielen Informationen, auch über Internet und Gesprächen mit potenten Personen, bin ich mittlerweile überzeugt, dass die Mondlandung überhaupt nicht stattgefunden hat, sondern, dass das die aufwendigste Filmproduktion aller Zeiten war).


Kamera Position im Führerhaus...

Arco, war die erste, mit Atomstrom versorgte Stadt in der USA. Außer einem entsprechenden kleinen Museum, hat der Ort aber weiter nichts zu bieten. Etwa 15 Meilen östlich kann man das Atomic Center bestaunen und besichtigen. Wir waren an diesem Nachmittag die einzigen Besucher, viele Menschen meiden diesen Ort, wegen Bedenken einer "Reststrahlung". Mit mulmigem Gefühl betraten wir das Gelände und nahmen als einzige an einer kleinen kostenlosen Führung teil. Mit Anschauungstafeln und einer Bildergalerie bekamen wir einen interessanten Einblick in die Funktion des 1951 erbauten Reaktors.


Der erste Zivile Atomreaktor der Welt bei Arco/ Idaho,
der 1951 nuklear erzeugten Strom lieferte

Auf der I-84 zum Yellowstone regnete es in strömen. Obwohl es schon Anfang Juni war, war es bitter kalt. Einige Kilometer vor dem Westeingang des Parks, blieben wir vorerst auf einem Campground, um besseres Wetter abzuwarten. Am frühen Morgen als ich die Türe öffnete war es eine große Überraschung, der erste Schnee seit über 5 Jahren und das im Juni. Welch ein Kontrast zu dem heiß brodelnden Gelände, das uns bald erwarten wird.


Eine kalte Überraschung vor dem Yellowstone.

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Mo. 08.06.09 - So. 21.06.09

Durch den Yellowstone nach Seattle


Was der Krüger Nationalpark für Südafrika ist, ist der Yellowstone für die USA. Geysire, heiße Quellen, tiefe Schluchten, Sinterterrassen und Bisonherden in einer grandiosen Landschaft. Zu meinen Videoaufnahmen, war es so gut wie nicht möglich, bei den Geysire Ausbrüchen einen anständigen O-Ton auf Band zu bekommen. Vor allem beim Old Faithful, mit seiner fast 55 hohen Wasser-Fontäne. Nach jedem neuen Geysire Ausbruch flippten die Amerikaner voll aus. Euphorischer Jubel hallte über das touristische Gelände und am Ende der "Vorstellung" wurde geklatscht wie bei uns nach einer Theatervorführung. Trotz manchen überlaufenen Plätzen, fanden wir immer wieder einsame Nischen, in einer traumhaften Umgebung.


Blick vom Inspiration-Point in das Tal des Yellowstone River
mit seinem fast 100 Meter hohen Wasserfall


Zischende Geysire, dampfende Wasser, farbenprächtige Mineralquellen


Ein ganzes Jahr würde nicht ausreichen, um die Faszination des
Yellowstone N.P im Film festzuhalten.


Tierische Begegnungen unterwegs


Bald gibt's ein neues "Sommerkleid"


Klein Fuchs sucht Mama Fuchs


Ein neugieriger Blick

Wir verließen dieses beeindruckende Gebiet, das schon 1872 zum Nationalpark erklärt wurde, um weiter am Rande der Rocky Mountains in Richtung Kanada zu ziehen. Eins haben wir uns aber noch vorgenommen, bevor wir die Staaten verlassen, wollen wir uns noch einen dicken Original Mc. reinziehen! In Seattle, kurz vor der Grenze nach Kanada, auf einem Rastplatz hat's dann noch geklappt. Ich kann dazu nur sagen: Einmal einen "Original Mc." das reicht!


Einmal in einem Original US- Mc Donald's Restaurant,


da ging's mit "Biss" mal richtig in die Vollen...


Der City Highway durch Seattle


Seattle

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Mo. 22.06.09 Ausreise USA

Einreise Kanada


Nach zweieinhalb Monaten, betraten wir dann bei Everett nach Darrington, Kanadischen Boden, wo wir uns schon sehr freuten, Freunde aus LB-Neckarweihingen zu treffen. Einreise Kanada Am Border musste wir aber zuerst noch unseren kompletten Schlüsselbund abgeben und dann aus "sicherer" Entfernung zuschauen, wie Moula Moula bei der "Hausdurchsuchung"........ Dummheit macht auch an der Grenze nicht halt! Warum? Das erzähle ich im nächsten Bericht.

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Verschiffung: Moula Moula am Haken, Bild anklicken
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