46 Nordamerika: Kanada

Durch den Westen Kanadas Teil 1

Auf dem Alaska Highway nach Norden




Reiseroute durch Kanada nach Norden

Reiseroute
British Columbia:
Grenzübergang bei Everett nach Darrington. Hope, Yale, Cache Creek, 100 Mile House, 150 Mile House, Williams Lake, Kamloops, Helmcken Falls im Wells Gray Park. Jasper Nat. Park, Prince George, Mackenzie, Williston Lake, Chetwynd, Dawson Creek, Beginn vom Aklaska Hwy. Fort St. John, Fort Nelson, Yukon:
Watson Lake, Withehorse, Haines Junction und von Beaver Creek nach Alaska

Sprache:Englisch, im Osten France und an vielen Orten auch Deutsch
Einreisebestimmungen:Zuerst füllten wir die Grüne Einreisekarte am Border aus, danach folgten unfreundliche Aktionen und......... (siehe unten bei Einreise Kanada) Keine KFZ - Registration, auch kein Eintrag in den Reisepass. Nach einer KFZ Versicherung fragte niemand, unsere abgeschlossene halbjährige Versicherung in der USA reichte uns noch für Kanada bis zu unserer Abreise nach Asien.
Einreise für Simba:Für Simba interessierte man sich, aber keiner fragte nach einem Gesundheitszertifikat, oder nach seinem Impfpass. Ein Transitpermit war auch nicht nötig.
Für Moula Moula:>Keine KFZ - Registration, auch kein Eintrag in den Reisepass. Nach einer KFZ Versicherung fragte niemand, wir schlossen trotzdem eine halbjährige Versicherung ab, gültig für USA und Kanada, für 265.-US $. (Wir wurden unterwegs nie danach gefragt). Für diesen Preis waren abgedeckt: 15.000.- US$ für KFZ. Schaden und 30.000.- für Personenschaden. Das ist absolut unterste Grenze.

Zahlungsmittel:Die offizielle Währung ist der Kanada Dollar.

Wechselkurs:
1.- € ca. 1,50 CAD


Noch immer Kanadisches Staatsoberhaupt:
Königin Elisabeth auf einem 20.- Canada Dollar entspricht etwa 14.- Euro

 

Dieselpreis 25.06.09):
1 Liter 0,92 CAD = ca. 0,61.- €
Benzin:
1 Liter 0,98 CAD = ca. 0,65.- €

KM Stand bei Einreise Kanada: 198 270 Km
KM Stand bei Ausreise Kanada: 204 370 Km
Gefahrene Km seit Beginn unserer Weltreise 170 293 Km

In Kanada gibt es nur Wechselstrom: 110 V, 60 Hz

Aufenthaltsdauer in Kanada Teil 1: 22.06. 09 - 22.07. 2009


KFZ- Schild von BC

 

Mo. 22.06.09 Einreise Kanada

Bei der Ausreise aus der USA, war es wichtig, das weiße, ausgefüllte Grenzformular an der Grenze abzugeben. Dadurch ist man offiziell aus der USA ausgereist und kann dann problemlos in Alaska wieder einreisen. Nach all unseren Informationen und Gesprächen mit Reisende, sollten eigentlich die Grenzformalitäten nach Kanada, im Gegensatz zur USA, einfacher sein. Aber es erging uns genau umgekehrt.

Am Kanada- Border wurde ich von einer jungen Grenzbeamtin aufgefordert, an Ihren Tresen zu kommen. Viele Fragen wurden mir gestellt: Einreiseabsichten, Mitführen von Schusswaffen, Abhängigkeit von Drogen, Familienstand, Fragen über unsere finanziellen Mittel, das war's noch lange nicht..... Etwas forsch konfiszierte sie meinen Schlüsselbund. Ich fragte sie ebenso etwas unfreundlich, warum sie mir die Autoschlüssel weggenommen hätte. This is a determination and a law, kam von ihr zur Antwort. (Das ist eine Bestimmung und ein Gesetz) Nun durfte ich mich auch nicht mehr zu Rita auf die Wartebank setzten. Wir wurden getrennt. Ich musste aus dem Office, aber das wollte ich sowieso, um Simba noch aus dem Fahrzeug zu holen.

Aus 30 Meter Entfernung musste ich mit ansehen, wie die ahnungslose Beamtin mit den Autoschlüssel die Fahrertüre nicht öffnen konnte. Als ich ihr helfen wollte, wurde ich von ihr angeschrieen, ich sollte stehen bleiben. Kurz darauf hat sie mich dann doch gebeten, die Fahrertür zu öffnen. Ein bulliger Grenzbeamter kam noch dazu, stülpte sich weiße Gummihandschuhe über seine Hände und stieg in die Kabine. Daraufhin wurde ich aufgefordert zu sagen, wo unser Gelddepot ist, das ging mir dann doch zu weit! "Das Geld hole nur ich", war meine Antwort. Wiederwillig haben sie mir dann erlaubt, unser Geld aus dem sicheren "Versteck" zu holen. Mit der Hand an seiner Knarre verfolgte der Officer jede meiner extrem langsamen Bewegungen. Zuerst musste ich das Geld auf den Tisch legen und ihm vorzählen, ob die Summe mit meinen gemachten Angaben übereinstimmte, danach wurde ein Deklarationsschreiben aufgesetzt.

Wir kamen uns vor als währen wir Verbrecher!!! Kein Land auf unserer Weltreise hat uns so am Border diskriminierend behandelt!!! Mehr Menschenkenntnis währe angebracht gewesen! Inzwischen hat sich die überaus eifrige Beamtin weiter an den Aussenklappen zu schaffen gemacht, aber keinen passenden Schlüssel gefunden. Ich hätte ihr gerne geholfen, wir hatten nichts zu verbergen, durfte aber nicht. Ich kochte vor Wut. Letztendlich hat sie keine der Klappen aufbekommen. Um ihre Unfähigkeit zu vertuschen, sagte sie mir es sei alles in Ordnung, aber das war es nicht!

Nach dieser halbstündigen Inspektion bekamen wir eine 6 monatige Einreiseerlaubnis und wir durften fahren. Wir machten eine äußerst unfreundliche Erfahrung:
Nach unserer ersten kleinen Pause habe ich's dann erst gemerkt. An meinem Schlüsselbund hat die überforderte Dame den Schlüssel für das Schloss des Öl-Einlaufstutzen abgebrochen und den für das Schließen der Aussenklappen so verbogen, dass er nicht mehr zu gebrauchen war. Es grenzt schon an Frechheit, wenn man so am Border begrüßt und behandelt wird. Ein bisschen mehr Kooperation und alles währe viel einfacher gewesen. Trotz all dem Geschehen, erreichte uns bei der Weiterreise eine offene und warme Herzlichkeit von Menschen, die wir nicht vergessen werden.

Für unsere Englischsprachigen Freunde:
For our English speaking friends:

When leaving the U.S., it was important to make the white border completed form at the border. This one has officially left the country from the U.S. and then can easily travel to Alaska again. After all of our information and interviews with travelers who were supposed to border formalities to Canada to be easier in contrast to the United States. But it happened to us just the opposite. On-Canada border, I was asked by a young border official to come to your counter. Many questions were asked: Entry intentions, carrying of firearms, drug addiction, marital status, questions about our financial resources, that's still far ..... A little brash, they confiscated my keychain. I asked her just a little unkindly, why she had taken away the car keys. This is a determination and a law, came from her in reply. (This is a destination and a law) is Now I am also no longer allowed to Rita sat on the waiting bench. We were separated. I had from the office, but I wanted anyway to bring Simba to or from the vehicle. From 30 yards away, I had to watch as the unsuspecting official with the car keys could not open the driver door. When I wanted to help her, I was yelling at her, I should stop. Shortly thereafter, she then asked me yet, open the front door. A burly border officials came to clapped white rubber gloves over his hands and climbed into the cabin. Then I was prompted to say, where is our money account, which I then went too far! "I just get the money," was my reply. They have allowed me then to get our money from the safe "hiding place" to.

With his hand on his gun the officer watched each of my extremely slow movements. First, I had the money on the table and count it to him whether the sum agreed with my statements made, followed by a declaration letter was drafted. We felt as if we last for criminals! No country on our trip around the world has given us so discriminatory treatment at the Border! More people having been placed ! Meanwhile, the official made very eager to continue creating the outdoor dampers, but found no matching key. I helped her happy, we had nothing to hide, but could not. I was boiling with rage. Ultimately, it does not get open the valves. To cover up their incompetence, they told me it was all right, but it was not!

After this half-hour inspection, we got a 6-month entry permit, and we were allowed to go. We made a very unpleasant experience: After our first little break, I've noticed it's the first place. On my keychain, the overworked woman is the key to the lock of the oil intake pipe has broken and the closing of the outdoor dampers so bent that he was no longer usable. It borders on impertinence, if one is so welcomed and treated at the border. A bit more cooperative and everything been much easier. Despite all the events, which reached us in the onward an open and warm hospitality of the people we will never forget.

Wir sind in Kanada, dem Reiseland zwischen Atlantik und Pazifik. Ab hier gab's wieder Kilometer statt Meilen und Liter statt Gallonen. Unzählige Seen, gewaltige Ströme, Wälder, Inseln und die Rockys prägen das Landschaftsbild. In großen Teilen des Landes wird das Leben vom Wasser bestimmt. Flüsse dienten schon in der Besiedlungszeit als Transportwege und lieferten auch die Nahrung. So vielseitig wie die Landschaft, ist auch die Tierwelt. Wir hatten Begegnungen mit Elchen, Schwarzbären, Büffelherden, Schneeziegen und vielen anderen Tierarten dieser Region. Kanada, das zweit größte Land der Erde, mit viel historischer Vergangenheit. Man kommt vorbei an den Schauplätzen des Goldrausches vor über einhundert Jahren. Es erwachen Jugendträume vom Klondike, von Dowsen City, von Pelzjägern und Indianern. Man braucht viele Jahre, um dieses Land mit all seiner Vielfalt und Schönheit zu erkunden und zu erleben. Für uns waren es nur fünf Monaten, ein Zeitraum für einen unvergessenen Streifzug. Wir haben die Kanadier als sehr weltoffene und tolerante Menschen kennen gelernt, die sehr stolz auf ihre kulturelle und Gesellschaftliche Mischung sind. Wir haben neue Freunde gewonnen!

Für unsere Englischsprachigen Freunde:
For our English speaking friends:

We are in Canada, travel destination between the Atlantic and Pacific. From here, there's again kilometers instead of miles and liters instead of gallons.

Countless lakes, mighty rivers, forests, islands and the Rockies dominate the landscape. In large parts of the country's life is determined by the water. Rivers have already been used in the settlement period as transport routes and also provided the food. As diverse as the landscape is also the wildlife. We have had encounters with moose, black bears, herds of buffalo, mountain goats and many other species of this region.

Canada, the second largest country on earth, with lots of historical past. It comes along at the sites of the gold rush over a hundred years. It awakened dreams of youth from Klondike, of Dow City, from trappers and Indians. It takes many years to explore this country with all its diversity and beauty to see and do. For us it was only five months, a period for an unforgettable journey. We met the Canadians to be very open-minded and tolerant people who are very proud of their cultural and social mix. We have gained new friends!

Für unsere Mexikanischen Freunde:
Traducción Para nuestros amigos mexicanos:

Estamos en Canadá, destino de viaje entre el Atlántico y el Pacífico. Desde aquí, hay más kilómetros en lugar de kilómetros y litros en lugar de galones. Innumerables lagos, ríos caudalosos, bosques, islas y los Rockies dominan el paisaje. En gran parte de la vida del país está determinada por el agua. Los ríos ya se han utilizado en el plazo de liquidación de las rutas de transporte y también proporcionan el alimento. Tan diversos como el paisaje es también la vida silvestre. Hemos tenido encuentros con los alces, osos negro, los rebaños de búfalos, cabras de montaña y muchas otras especies de esta región.

Canadá, el segundo país más grande del mundo, con gran cantidad de pasado histórico. Viene a lo largo de en los sitios de la fiebre del oro más de cien años. Se despertaron sueños de los jóvenes de Klondike, de la ciudad de Dow, de tramperos e indios. Se necesitan muchos años para explorar este país con toda su diversidad y belleza a ver y hacer. Para nosotros era sólo cinco meses, un período de un viaje inolvidable. Nos reunimos con los canadienses a ser muy abierta y tolerante con las personas que están muy orgullosos de su mezcla cultural y social. Hemos ganado nuevos amigos!

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Di. 23.06.09

"Neckarweihinger Treff" nach Williams Lake


Es gibt mittlerweile über 100.000 !!! treue Mitreisende und Besucher auf unserer Web-Site, und es gab auch welche, die wirklich bei uns waren und einige Wochen mit uns reisten. Und nun gibt es welche aus unserem Örtchen Neckarweihingen, die mit uns einen Teil ihres Urlaubes verbringen wollten. Seit 2 Jahren "verfolgten" wir uns schon gegenseitig, wie wir es am besten auf die Reihe bringen konnten. Nun hatten wir es geschafft! Kurz vor unserem Treffen wechselten wir nochmals unsere Reifen, wegen unterschiedlicher Abnutzung des Profils. Mit diesem Akt hofften wir nun, unser Reifenproblem in Richtung Alaska und dann bis zur Abreise nach Asien gelöst zu haben.


Reine Routine, Reifenwechsel.


Fruchtbare Ebene auf dem Weg nach Williams Lake


Wir haben es gefunden, das
"Gartenhäusschen", unser Treff! Wow.....


Neckarweihinger unter sich, da ging's ab mit Amarula....la la la...aus Afrika...
v.li. Günter, Rita L. Freddy, Rita, Bettina, Lothar und Simba

Endlich mal wieder Urlaub mit Urlaubern aus der Heimat. Ein Wiedersehen nach langen Jahren, aber ein Gefühl, als wenn wir uns erst gestern gesehen hätten. Es passte! Es wahren sehr schöne gemeinsame Tage.

Wir haben es genossen und hatten einen Mords Spaß zusammen. Vor allem mit unseren Gesängen, wie in alten Zeiten. Eine Gitarre und eine Mundharmonika, begleitet von fünf "Stimmgewaltigen" Amarula-Fans , das zusammen gab unvergessene Stunden, an die wir immer wieder gerne zurückdenken. Auch einige unserer Freunde in Deutschland haben daran teilnehmen dürfen. Wegen der Zeitverschiebung (bei uns war es fast Mitternacht) haben wir sie schon morgens um 6 Uhr aus dem Bett geklingelt und ihnen unseren neu kreierten Amarula Song in die Hörer-Muschel "geflüsterten". Na ja, mancher war nicht so ganz begeistert, vor allem nicht zu dieser Stunde, aber dafür werden wir es nachholen, vor Ort.... in Neckarweihingen!!!


Urlaubstage auf dem sehr schönen Anwesen von Greti und Norbert Tietze, die in
Vancouver leben und Freunde von Günter und Rita Langer sind.
Mittlerweile auch von uns.


Gemeinsames Essen: Von li. Die beiden Rita's, Günter, Bettina, Lothar.
der 6. fotografierte.

Auf zur Stampede nach Williams Lake
Die Stadt am gleichnamigen See, ist bekannt für ihre viertägige Cowboytradition. Ich fuhr schon mal mit Moula Moula voraus um einen guten Stellplatz zu finden und mich mit dem Medien-Chef des Veranstalters zu treffen. Ich bekam eine Sondergenehmigung für Videoaufnahmen und konnte mich, in eigener Verantwortung natürlich, auf dem gesamten Gelände frei bewegen. Aufnahmen im Nahbereich von Cowboys und bockenden Pferde entstanden. Am interessantesten waren die spektakulären Chuckwagon Rennen mit Pferdegespannen, die nicht immer glimpflich begannen und endeten. Es waren sehr spannende Tage die wir bei gutem Wetter erlebten.


Aufmerksame Zuschauerinnen


Cowboys und bockende Pferde


Yipiiiiiiii.....


Aheeeeeee....


Ein echter schwäbischer "Stampede", Günter Langer aus LB-Neckarweihingen


Zwischendurch der traditionelle Umzug durch den Ort


Der Höhepunkt der Veranstaltung: Chuckwagon Race in vollem Gang

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So. 28.06.09 - Do. 02.07.09

Wir reisten weiter


im Regenschatten der vergletscherten Küsten Gebirge. Wanderungen über Wildblumenwiesen in der Hochebene vom Wells Gray Park zeigten uns wieder ein völlig anderes Gesicht von British Columbia, einfach traumhaft schön, mitten in einer unendlich scheinenden Naturlandschaft.


Wanderung durch ein Blumenmeer mit grandioser Aussicht


Der donnernde Helmcken Fall im Wells Gray Park.


Eine Schneeziege


Sommerzeit, ist Blütenzeit in Kanada

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Fr. 03.07.09 - So. 05.07.09

Jasper Nationalpark


Wir sind Grenzgänger zwischen British Columbia und Alberta. In dieser Region liegt der Jasper Nationalpark, er ist eingebettet in einer Landschaft aus langgezogenen Tälern, malerischen Seen und einer gewaltigen Gletscherwelt.


Moula Moula unter "Einheimischen" auf einem Jasper Parkplatz

Im Süden des Jasper Nationalparks, setzt sich ebenfalls der wunderschöne Banff Nationalpark, mit seinen vielen Seen und großartigen Gletschern fort. Es ist für jeden Kanada Reisenden ein "muss", sich für einige Tage Zeit zu nehmen, um dieses Traumland zwischen heißen Quellen und mächtigen Eisgletschern zu erkunden. Ich lief lange Wanderwege, weg vom üblichen Tourismusrummel. Sie führten mich in einsame Gebiete, wo jedem Fotografen und Filmer das Herz höher schlägt und der Speicherplatz der Kamera schnell erschöpft sein kann.


Gipfelpracht und Idylle am Moraine Lake
im Banff Nationalpark


Vergletscherte Eisriesen in den kanadischen Rocky Moutains.


Das Juwel des Jasper Nationalparks: Seezauber am Maligne Lake


xxPanoramablick über den Jasper Lake


Unterwegs eine Mailbox, vielleicht Post für uns?


Ein unerlaubter Nachtplatz im N.P.
Die braunen Tannen wurden durch ein früheres Feuer vernichtet.

Am späten Nachmittag folgten wir einer langen Rauchfahne die sich an einem Berghang gebildet hatte. Es war ein Waldbrand wie in jedem Jahr. Feuer ist Bestandteil der Natur, frisst sich regelrecht durch den Nationalpark und sorgt wieder für neue Triebe. Oft werden auch Brandherde von den Park Ranger gelegt, um extreme Trockengebiete kontrolliert abzubrennen und neu aufzuforsten. Wir filmten und beobachteten in der Abenddämmerung dieses Schauspiel und blieben dann In der uneinsichtigen Lichtung über Nacht stehen. Am frühen Morgen bekamen wir dann überraschend Besuch von einem Ranger. Er fragte mich höflich und korrekt, was wir hier tun. Ich sagte ihm, dass wir gestern abend Nachtaufnahmen des gegenüberliegenden Waldbrandes gemacht hätten und dann hier über Nacht geblieben währen.

Er klärte uns auf, dass es nicht erlaubt sei, im Nationalpark außerhalb von den Campgrounds zu übernachten. Das war uns bekannt, aber wir versuchten es eben, unentdeckt zu übernachten. Hätte ich ihn nun angelogen, dann währe jetzt eine saftige Geldstrafe fällig gewesen, so blieb es bei einer schriftlichen Ermahnung. Der Ordnungshüter verabschiedete sich freundlich und wünschte uns noch einen schönen Aufenthalt im Jasper N.P. Den schönen Tag hatten wir auch noch, bevor wir diesen Flecken Erde auf dem Yellowhead Hwy 16 in Richtung Prince George verließen.

An einer Truck-Station bekam Moula Moula einen Ölwechsel verpasst. Wir kamen noch bis zum Baer Lake um vor Dunkelheit wieder einen schönen Nachtplatz zu finden. Am nächsten Morgen eine Ölpfütze unter unserem Fahrzeug, nichts gravierendes. Nur der "Ölfritze", der den Ölwechsel vornahm, hat wohl vergessen die Ölwannenschraube anzuziehen. Glück gehabt! Oder anders gesagt: Kontrolle währe besser gewesen!


Einsame Übernachtungsplätze, nur erlaubt außerhalb der National- Parks


Viele Wildtiere zeigten wenig Scheu vor dem Menschen

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Mo. 06.07.09 - Di. 14.07.09

Vom Baer Lake nach Mackenzie


Eigentlich wollten wir nach Mackenzie, um uns die weltgrößte Wald- Rodungsmaschine anzusehen, und uns im nahen Supermarkt wieder einzudecken. Aber manchmal kommt es anders wie man es sich vorstellt und das ist eben das Besondere und wunderbare an unserer Langzeitreise. Nun mal der Reihe nach.

Der World's Largest Tree Crusher ist ein gewaltiges " Eisenmonster" das sich mit 160 Tonnen und 4Km/h unaufhaltsam durch die Wildnis Kanadas seinen Weg bahnte. Er wurde beim Ausbau des Alaska Highways eingesetzt und beendete seine Tätigkeit rund um Mackenzie. Heute ist er im Ort ein Schaustück aus vergangener Pionierarbeit.

Zwei V12 Dieselmotoren erzeugten über einen Generator die notwendige Power für die Elektromotoren, die über ein reduziertes Getriebe zwei Walzen in Bewegung gehalten haben. Unter seinen 9 Meter langen und 2,4 Meter hohen Walzen erdrückte er alles, was unter seine "Räder" kam. Eine beeindruckende, simple, aber effektvolle Konstruktion.

Im nahen Supermarkt haben wir unsere Bevorratung ergänzt und schieben gerade unseren Einkaufswagen an unser Fahrzeug, da hält schon neben uns ein Pickup. Es waren Elke und Ingolf aus Deutschland, richtige Aussteiger die schon einige Jahre hier leben. Die üblichen Fragen folgten: Wo kommt ihr her? Wo wollt ihr hin? Kaum hatten wir die Fragen beantwortet, kam schon die Einladung, ihnen kurz zu ihrer Blockhütte am See zu folgen. Beiläufig stellte ich noch die Frage wie weit es ist, Ingolf meinte es währe nicht all zu weit, kurz um die Ecke und dann am See entlang ca. 100 Km!" Wow..... dachte ich, da müssen wir hin.


Eine Elchkuh, vom Pistenrand aus beobachtet.


Einfach bleiben... die Zeit verweilen.... staunen im Wandel der Natur!

Ingolf und Elke fuhren auf einer ausgewaschenen Waldpiste voraus, sie hatten ein Funkgerät im Fahrzeug. Auf Hinweisschilder wird dringend darauf verwiesen, dass dieser Weg nur mit Funk befahren werden darf. Hin und wieder sind große Holztransporter unterwegs, die einem entgegenfahren. Dafür gibt es dann Ausweichstellen, die man über Funk mit entgegenkommenden Fahrzeugen vereinbart. Kilometertafeln am Wegesrand sind Streckenangaben für den "Gegner".

Kaum an der wunderschön gelegenen Blockhütte angekommen erzählte uns Ingolf von seiner stressigen Tätigkeit als Jurist in Deutschland, von einem vollen Terminkalender, von Unzufriedenheit und Hektik. Er wollte etwas ändern und er hat alles geändert. Ingolf und Elke erfüllten sich ihren Lebenstraum. Sie zogen in Kanadas Wildnis. Seine verschmitzten Augen leuchteten, als er vom Bau seiner Blockhütte erzählte. Elke zeigte uns Bilder vom Jahreswandel um ihre Hütte, von Blumen und dem ersten Gemüse im kleinen Gartenbeet, von traumhaften Sonnenuntergängen an ihrem See. Am besten gefielen uns die Bilder von den Bären vor ihrer Hütte. Angelockt vom Duft der letzten Einkäufe, hing einer Kopfüber halb im Kofferraum ihres Fahrzeuges und suchte nach fressbarem. Ein kleiner angelegter Garten liefert im Sommer etwas Gemüse. Es ist nicht einfach, auf diesem Boden etwas zu pflanzen und zu ernten. Die eisfreie Zeit liegt hier erst einige tausend Jahre zurück und in dieser Zeit konnte sich noch keine Humusschicht bilden, die aber für Gemüse und Kartoffeln notwendig ist. Von Zeit zu Zeit wird etwas Erde und Pferdemist herbeigeschafft um einen Nährboden entstehen zu lassen.

Während Elke ein Abendessen vorbereitete griff Ingolf zur Axt um Feuerholz zu machen. Gekocht wurde auf einem Gusseisernen Ofen mit "Schiffchen" dran. Das ist ein seitlicher Einsatz in dem nebenbei immer heißes Wasser zur Verfügung steht. Köstlich haben wir gemeinsam gegessen und auf beiden Seiten gab es spannende Erlebnisse zu erzählen.


Das Blockhaus von Ingolf und Elke liegt 100 km abseits jeder
Versorgungsmöglichkeit. Echte Aussteiger!

Am nächsten Morgen machte Ingolf sein Boot startklar um gemeinsam an eine Flussmündung über den See zu fahren, an der es große Lachsforellen gab. Mein erster Blinkerwurf war ein voller Erfolg, aber der war nur von kurzer Dauer. Meine Anglerschnur hielt dem kräftigen Zug des Fisches nicht stand. Ingolf meinte, dass ich etwas zu hektisch gewesen währe. Na ja, mag sein, Pech gehabt. Elke hatte mehr Erfolg, wir freuten uns schon auf das abendliche Fischgericht mit schwäbischem Kartoffelsalat. Ingolf nahm den Fisch aus und band ihn am Bug des Bootes fest, um ihn im Wasser schön frisch zu halten.

Am Lagerfeuer gab's Steckenbrötchen und Leckere Grillwürstchen. Ein Traumplatz wie man ihn sich in Kanada nur wünschen konnte. Nach dem Ablegen des Bootes fragte ich Ingolf nebenbei nach dem Fisch, den er am Bug festgebunden hatte. Sein Gesichtsausdruck sagte alles, wortlos kehrten wir an den Platz zurück, an dem wir das Boot festgemacht hatten, keine Spur mehr vom Fisch. Aber in der Wildnis ist man ja flexibel, anstatt Fisch mit schwäbischem Kartoffelsalat, gab's dann eben echte schwäbische Kässpätzle. Eine wahre Köstlichkeit. Danke liebe Elke, danke Ingolf!


Bootsfahrt auf dem Williston Lake


Elke mit ihrem Anglererfolg

Viel hatten wir uns noch erzählt, aber Ingolfs letzte Worte die er mir zum Abschied sagte werde ich nie vergessen: " Warum hetzt ihr so, bleibt doch noch bei uns, ihr könnt den Winter über alleine in der Blockhütte bleiben, während wir ein halbes Jahr auf einer Farm in Uganda Aufbauhilfe leisten. Freddy Du weißt doch, weniger kann im Leben viel mehr sein". Wie recht Du hast, mein Freund! Und danke Dir auch für dieses außergewöhnliche Angebot!

Wir hätten alles was wir bräuchten. Filmszenen ohne Ende, Wölfe und Bären die auf Nahrungssuche ums Haus schleichen, einen Keller voller Bevorratung und viel Holz vor der Hütte für ein langes Wintermärchen in der weiten Wildnis Kanadas. Ja mein lieber Ingolf, liebe Elke, darüber können wir uns nochmals gerne unterhalten..... Ein Abschied mit dickem Kloß im Hals, macht's gut ihr beide, wir sehen uns wieder, irgendwann, irgendwo....

Über ein Jahr haben wir unsere Reisezeit schon überzogen und müssen noch vor dem Wintereinbruch unseren Endpunkt auf dem Amerikanischen Kontinent erreichen: Prudhoe Bay in Alaska.

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Mi. 15.07.09 - So. 19.07.09

Auf dem Alaska Highway - Lebensader des Nordens


Die Fahrt auf dem Alcan, wie der Alaska Highway von Einheimischen auch genannt wird, ist schon lange nicht mehr das große Abenteuer. Der Weg in den Norden Kanadas und nach Alaska ist heute eine gute und viel befahrene Autostrasse. Über den Hwy 29 kamen wir durch Chetwynd, eine Stadt, die durch viele kunstvolle, mit der Kettensäge geformte Tierskulpturen geschmückt ist. Danach erreichten wir den Startpunkt so vieler Sehnsüchte, Dawson Creek mit der "Mile 0", der Beginn zum Tor des Nordens.


Die Mile "0", im Stadtzentrum von Dawson Creek


Das historische Alaska-Hotel

Mit dem Bau des Alaska Highways lebte der alte amerikanische Pioniergeist wieder auf. Was in Friedenszeiten mehrmals scheiterte, gelang 1942, während des 2.Weltkrieges. Als die USA eine Japanische Invasion im hohen Norden Alaskas befürchteten, begann eine der größten Ingenieurtechnischen Leistungen der Menschheit. Unter undenkbaren Bedingungen, Urwald, Sumpf, Wasser, Permafrost und über hohe Gebirgszüge, entstand unter einem enormen Zeitdruck, innerhalb von 8 Monaten und 12 Tagen ein über 2400 Km langer Pionier Trail.

Von Dawson Creek nach Watson Lake


Freddy's Deli in Dawson Creek (Freddy's Delikatessengeschäft)

Wir verlassen Dawson Creek und kommen hinter Fort Nelson in immer einsamere Regionen. Beidseitig des Highways weglose Gebirgswildnis und endlose Nadelwälder. Es wird immer schwieriger einen geeigneten Übernachtungsplatz mit unserem Truck zu finden, ohne irgendwo im Sumpf einzubrechen.

Am Muncho Lake windet sich der Weg nach Norden kurvig und stellenweise steil durch eine beeindruckende Landschaft.

In einer kleinen Waldlichtung, neben der Strasse, sehen wir unseren ersten Schwarzbären. Unbeeindruckt, ja sogar neugierig schaute er in unsere Richtung und ging seiner Lieblingsbeschäftigung nach: Beerensammeln. Vorsichtig und mit gebührendem Abstand folgte ich ihm mit der Kamera.

Durch tiefe Flusstäler erreichen wir nach 3 Tagen Watson Lake, den ersten Ort des Yucon Territory. Weltweit bekannt ist die etwa 1600 Seelengemeinde vor allem durch den Schilderwald.


Eingang zum "Schilderwald"


Schilderwald in Watson Lake

Jedermann ist am "Sign Post Forest" willkommen, an dem bereits über 70. 000 Ortstafeln, Schilder, und Autokennzeichen, an Pfählen genagelt und geschraubt wurden, um ein weiteres Exemplar beizufügen. Wir haben von der Stadtverwaltung Ludwigsburg (danke an das Hoch-und Tiefbauamt) leider nur ein "altes Kreisstadt" Schild mitbekommen und dieses fast 200 000 Km um die halbe Erde mitgeführt. Nun hängt es für "ewig" im Schilderwald von Watson Lake und erinnert Besucher an unsere Reise und an unsere Heimatstadt.


Unser Ortsschild aus Ludwigsburg hatte einen weiten Weg bis hierher!

Schaut mal genau hin: Knut und Ute aus Villingen Stuttgart waren auch da im Schilderwald und freuten sich, über ein ganzes halbes Jahr ohne Kehrwoche. Das sind doch noch echte Schwaben! Oder? nach oben

 

Mo.20.07.09 - Di. 21.07.09

Whitehorse, eine Oase in der Wildnis


Umgeben von Bergen und Wildnis liegt am Ufer des berühmten Flusses, der dem Yukon Territorium seinen Namen gab, die kleine Stadt Whitehorse. Sie war um das Jahr 1900 Ausgangspunkt für die Goldfelder im Klondike. Ein Rundwanderweg zu historischen Stätten, ein Kurzfilm aus damaliger Zeit und eine Besichtigung des Schaufelraddampfers S.S. Klondike veranschaulichte uns die Zeit des Goldrausches im Norden Kanadas.


Der Schaufelraddampfer S.S. Klondike in Whitehorse

Groß und weit erschien uns nun die Landschaft nach Whitehorse, der Hauptstadt des Yucons. Drei Autostunden westlich von Whitehorse befindet sich Haines Junction, das Tor zum größten Wildnisgebiet Nordamerikas. Sollten wir noch einmal Kanada bereisen, werden wir uns hier einen Sommer lang aufhalten, eine Bilderbuchlandschaft wie man es sich als Junge nur erträumen konnte. Am Abend standen wir für die Nacht an einem freien Platz nahe eines Waldes. Simba hatte schon seinen Rundgang hinter sich und war im Fahrzeug.

Alleine machte ich noch einen kleinen Rundgang durch den nahen Wald, schaute nach Pilzen, Beeren und Pflanzen. Wie ich wieder aus dem Wald kam, duckte ich mich schnell hinter dem nächsten Gebüsch. Ich traute kaum meinen Augen, da schlich doch wirklich ein stattlicher ausgewachsener grauer Wolf um unser Auto und schnüffelte nach etwas Fressbarem. Schon lange habe ich mich nicht mehr so geärgert, dass ich ausgerechnet in diesem Moment keinen Foto dabei hatte. Nach dieser wunderbaren tierische Begegnung habe ich erst einmal darüber nachgedacht und gemerkt, dass ich dieses Erlebnis doch aufgenommen habe, auf einem viel intensiveren und schöneren "Bildspeicher", es war ein Augenblicke im Leben, den man nie vergisst!

Auf Grund der Bodenbewegungen und Verschiebungen durch den permanenten Dauerfrostboden, sind immer wieder Baustellen und Ausbauarbeiten auf dem Alaska Hwy im Gange. Grund genug, uns auf die "on Yukon Time" einzustellen. Es ist der Gang der gemächlicheren Art. Als Lohn bekommt man dann noch mehr Natur zu sehen.
Grasende Bisons am Waldrand

Am Waldrand grasten Bisons die keinerlei Notiz von mir nahmen, als ich mich mit der Kamera näherte.

Auf der Weiterfahrt auf dem einsamen Highway sahen wir von weitem einige Dickhornschafe. Beim Näherkommen flüchteten sie in die felsige Landschaft. Wir stellten unser Fahrzeug auf den Seitenstreifen und warteten ab. Nach einigen Minuten kamen sie wieder zurück auf die Strasse und fraßen weiter, aber was? Es war kein einziger Grashalm am Straßenrand. Beim näheren hinsehen sahen wir Salzkristalle vom letzten Streusalz- Einsatz. Die Tiere nehmen dieses Nahrungsangebot gerne an und versorgen sich somit mit wichtigen Mineralien.


Ein Hornschaf leckt Salz am Rande des Highways


Die größte Gold-Waschpfanne, zu sehen am Alaska Highway.


Traumhafte einsame Plätze bis zur Grenze Alaskas

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Lagerfeuer und Seeromantik


Einsamkeit und Natur pur


Das Lagerfeuer brennt, es kann gegrillt werden.....

Nach rund 2000 Km auf dem Alaska-Highway, haben wir Beaver Creek, den westlichsten Teil Kanadas, erreicht. Der letzte Abschnitt auf unserer langen Reise von Feuerland nach Norden steht uns noch offen: Alaska.

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Mi. 22.07.09 - Ausreise Kanada, wir kommen wieder!

Alaska heißt uns willkommen


Mi. 22.07.09 - Ausreise Kanada, wir kommen wieder! Alaska heißt uns willkommen Unser Lebenstraum Weltreise geht weiter.
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Unser Fahrzeug Moula Moula, ein vollwertiger, geländegängiger LKW mit großer Nutzlast und hoher Bodenfreiheit für den extremen Geländeeinsatz. Auf-und Ausbau durch Woelcke Reisemobile.

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Verschiffung: Moula Moula am Haken, Bild anklicken
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