47 Nordamerika: Alaska

Auf der Öl-Route zum Eismeer

 

 



Reiseroute durch Alaska 5.670 Km

Reiseroute
Grenzübergang Beaver Creek, Tetlin Jct, Delta Jct, North Pole, Fairbanks, Liven Good, Cold Foot, Deadhorse (Prudhoe Bay). Im Süden Alaskas besuchten wir: Anchorage, Seward, Soldotna, Homer, Valdez, über Chicken gings wieder zurück nach Kanada (Dawson City).

Sprache:Englisch
Einreisebestimmungen:Am Border füllten wir das grüne Einreiseformular mit unseren persönlichen Daten aus, legten unsere Pässe dazu, bezahlten pro Person 6.- US Dollar, das war's! Keine Zollformalitäten, keine Gesundheitsfragen wegen Simba und keine lästigen "Haus" Durchsuchungen und weitere Fragen. Zahlungsmittel:Der US Dollar.

Wechselkurs (2.8.09):
1.- € ca. 1,38.- US$
1.- US$ ca. 0,72 .-Euro


50 US Dollar entsprechen etwa 36 .- Euro

 

Dieselpreis (20.08.09):
1 Gallone = 3,78 Ltr. 3,35 USD = 1 Liter ca. 0,64.- €
Benzin:
1 Gallone = 3,78 Ltr. 3,70 US$ = 1 Liter ca. 0,71.- €
1 Kilometer entsprechen 1,6 Meilen

KM Stand bei Einreise Alaska: 204 370 Km
KM Stand bei Ausreise Alaska: 210 040 Km
Gefahrene Km seit Beginn unserer Weltreise 182 063 Km

Aufenthaltsdauer in Alaska vom:22. Juli 09 - 20. Aug.09


KFZ- Schild vom 49. USA Staat.

 

Bei Alaska denkt man an Kälte, Goldrausch, Abenteuer und Wildnis.

Es ist sicherlich ein Reiseland für Individualisten, Abenteurer und Einsamkeitsfanatiker. In dem Land, das viermal größer ist als Deutschland, lebt gerade die Einwohnerzahl von Stuttgart. Schaut man zurück in die Geschichte, dann erreichten russische Pelzhändler Mitte des 18. Jahrhunderts die Küstenregionen Alaskas und gründeten die ersten Siedlungen. Der Verkauf ihrer Felle versprach hohen Profit. Eine gnadenlose Jagd führte aber bald zur fast vollständigen Ausrottung der Pelztiere. Die Kolonie wurde für die Zarenkrone unrentabel und Alaska wurde zum Verkauf angeboten.

1867 wurde Alaska für schlappe 7,2 Millionen Dollar - das sind weniger als 5 $ für den Km² - an die USA verkauft. Der damalige amerikanische Staatssekretär Seward, der die Kaufverhandlungen leitete, wurde für diese "Fehlinvestition" von den meisten Amerikanern beschimpft. Allein 200.000 Dollar an Bestechungsgeldern waren notwendig, um dem Senat und dem Repräsentantenhaus die Zustimmung zum Kauf des Landes abzuringen. Heute wird der Kaufpreis innerhalb von 3 Tagen alleine mit der Ölförderung kompensiert!!! Denkt man an den Goldrausch, den Unmengen an Rohstoffen, die sich in diesem riesigen Land noch befinden, dann kann man die Russen verstehen, dass sie sich mit diesem Deal immer noch nicht abgefunden haben.
Von diesem kurzen geschichtlichen Rückblick nun zu unserer weiteren Reise.

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Mi. 22.07.09

Einreise Alaska, der 49. Bundes-Staat der USA heißt uns willkommen:


Nach rund 2000 Km auf dem Alaska-Highway durch Kanada, haben wir bei Beaver Creek, die Grenze erreicht. Es gelten wieder Gallonen statt Liter und die Meilen ersetzen die Kilometer. Der letzte Abschnitt auf unserer langen Reise von Feuerland nach Alaska steht uns nun offen. Der Alcan, der ursprünglich als militärischer Nachschubweg gedacht war, steht heute allen als Zugang zu einer faszinierenden Natur zur Verfügung. In dieser Einsamkeit werden aber auch die Freiheiten immer mehr durch Vorschriften eingeschränkt.

Für unsere Englischsprachigen Freunde:
For our English speaking friends:

In Alaska, we think of cold, gold rush, adventure and wilderness.

It is certainly a travel destination for individualists, adventurers and loneliness fanatics. The country, which is four times larger than Germany, just reached the population of Stuttgart. Looking back into history, then Russian fur traders reached the mid-18th Century, the coastal regions of Alaska and founded the first settlements. The sale of their skins promised high profits. A merciless hunt but soon led to the almost complete eradication of the fur. The colony has been unprofitable for the Imperial crown, and Alaska was offered for sale. 1867 Alaska was sold for a mere 7.2 million U.S. dollars - less than $ 5 for the Km ² - to the U.S. The then U.S. Secretary of State Seward, who led the purchase negotiations, was reviled for this "bad buy" by most Americans. But $ 200,000 in bribes were necessary to wrest the Senate and the House of Representatives approving the purchase of the land. Today, the purchase price within 3 days will be compensated with oil alone! When you think of the Gold Rush, the vast amounts of raw materials, which are still in this vast country, one can understand the Russians that they have still not come to terms with this deal. From this brief historical retrospect is now more about our trip.

Wed 22.07.09 - Coming to Alaska, the 49th Federal government of the United States welcomes us:

After about 2000 km along the Alaska Highway through Canada, we have achieved in Beaver Creek, the border. There are again gallons instead of liters, and replace the miles to kilometers. The final section on our long journey from Tierra del Fuego to Alaska is now open to us. The Alcan, which was originally conceived as a military supply route, now stands as a gateway to all of a fascinating nature available. In this solitude, but also the freedom increasingly restricted by legislation.

Für unsere Mexikanischen Freunde:
Traducción Para nuestros amigos mexicanos:

En Alaska, pensamos en frío, la fiebre del oro, la aventura y el desierto.

Sin duda, es un destino de viaje para individualistas, aventureros y fanáticos de la soledad. El país, que es cuatro veces mayor que Alemania, acaba de llegar a la población de Stuttgart in Alemania. Mirando hacia atrás en la historia, entonces los comerciantes de pieles rusos llegaron a la mid-18th Siglo, las regiones costeras de Alaska y fundaron los primeros asentamientos. La venta de sus pieles prometió grandes beneficios. Una cacería despiadada, pero pronto dio lugar a la erradicación casi completa de la piel. La colonia ha sido rentable para la corona imperial, y Alaska, se puso a la venta.

1867 Alaska fue vendida por sólo 7,2 millones de dólares EE.UU. - menos de $ 5 para el Km ² - a los EE.UU. U. S. El entonces Secretario de Estado Seward, quien dirigió las negociaciones de compra, fue vilipendiado por comprar este "mal" por la mayoría de los estadounidenses. Sin embargo, $ 200.000 en sobornos eran necesarios para arrancar el Senado y la Cámara de Representantes aprueba la compra de la tierra.

Hoy en día, el precio de compra dentro de 3 días será compensado con el aceite de paz! Cuando usted piensa en la fiebre del oro, la enorme cantidad de materias primas, que aún se encuentran en este vasto país, se puede comprender a los rusos que aún no han llegado a un acuerdo con este acuerdo.
De esta breve retrospectiva histórica es ahora más acerca de nuestro viaje.

Miércoles 22.07.09 - Llegar a Alaska, a los 49 Gobierno federal de los Estados Unidos nos da la bienvenida:

Después de cerca de 2000 km a lo largo de la carretera de Alaska a través de Canadá, que hemos logrado en Beaver Creek, de la frontera. Hay más galones en lugar de litros, y sustituir las millas a kilómetros.

La sección final de nuestro largo viaje desde Tierra del Fuego hasta Alaska ya está abierto para nosotros. El Alcan, que fue originalmente concebido como una ruta de suministro militar, ahora se presenta como una puerta de entrada a todos los de una naturaleza fascinante disponibles. En esta soledad, sino también la libertad cada vez más restringido por la legislación.

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Do 23.07.09 - Sa. 25,07.09

Auf dem Alaska Hwy nach Fairbanks.


Wir kommen in den Ort Delta Junction. Am unübersehbaren Monument vor dem Visitor Center endet nach 2230 Km offiziell der Mythos eines legendären Highways. Die weitere Strecke von 150 Km bis Fairbanks ist Teil des Richardson Highways und wird im allgemeinen auch noch dem Alaska Hwy zugeordnet. Übergroße Gebilde von Moskitos weisen auf unsere stetigen Begleiter hin.


End of Alaska Highway


Die silberne Trans-Alaska Pipeline überspannt auf einer Hängebrücke
den mächtigen Tanana River und schlängelt sich entlang der Strasse nach Norden.

In North Pole erwartete uns schon ein riesiger Dummy als Weihnachtsmann in seinem leuchtenden roten Anzug und mit wolliger Pudelmütze auf dem Kopf. Unter seinem weißen Bart hält er einen großen Wunschzettel in der Hand. Ganz North Pole ist vom Santa-Claus-Fieber angesteckt. Selbst Straßennahmen und deren Beleuchtung durch rotweiße Zuckerstangen ziehen sich durch den ganzen Ort. Ein pfiffiger Werbegag, der einst Spielzeugfirmen anlocken sollte, aber bis heute ausgeblieben ist.


Dummy Santa Claus


Hier im Haus, gibt's alles vom Santa Claus.

North Pole, der Ort, wo der Weihnachtsmann in Alaska zu Hause ist, liegt 2736 Km südlich des echten Nordpols. Selbst im Sommer präsentiert sich dort stets der Nikolaus im Santa Claus House und verschickt Briefe an die Kinder in alle Welt. Nicht nur Kinderaugen glänzen beim Anblick der unzähligen Weihnachtsartikel und Dekorationen für den Weihnachtsbaum die im Santa Claus Haus angeboten werden. Schon vor der Türe werden wir von Weihnachtsliedern eingestimmt, was uns im Inneren erwartete.


Rita beim Santa Claus

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So. 26.07.09 - Mi. 29.07.09

Wir sind auf der Ölroute zum Eismeer.


Die White Mountains liegen bereits hinter uns, als wir nach Livengood auf den Startpunkt des Dalton Highways abbiegen. Kurz danach sehen wir eine freie Plattform mit aufgehäuften Steinen für den Straßenbau, dahinter finden wir einen uneinsichtigen Nachtplatz.
Warnhinweise und Vorschriften in die Einsamkeit. Next Service 240 Meilen ca. 380 Km


Moula Moula ist fit für die letzten Meilen ans nördlichste Ende unserer Weltreise.

Die Rauchschwaden der großen Waldbrände um Fairbanks begleiten uns schon den ganzen Morgen und halten die Berge in grauem Licht verhangen. Längst haben wir die Asphaltstrasse verlassen und fahren durch eine Heidelandschaft in der überall das Waldweideröschen blüht. Kleine Wege führen zu einzelnen und verlassenen Trapperhütten.


Die " Heide" blüht.


Das Waldweidenröschen


Ein verlassener Trapper-Camp

Kein Auto weit und breit. Erst nach einer Stunde rollt uns eine Staubwolke entgegen. Wir bleiben stehen. Ein schwerer Truck, beladen mit Bohrgestänge aus dem hohen Norden, prescht an uns vorbei, wirbelt Kieselsteine auf. Kurz darauf wieder Einsamkeit.

Immer wieder kreuzen sich Strasse und Pipeline, die sich wie riesige Schlangen gemeinsam durch die Wildnis winden. Auf einer Länge von fast 1300 Km drücken 12 große Pumpstationen das Schwarze Gold von den Ölfeldern im hohen Norden bis zum eisfreien Hafen von Valdez.


1300 Km zieht sich die Ölpipeline durch Alaska.

320 Km haben wir von Fairbanks zurückgelegt und erreichten am späten Abend den Arctic Circle bei angenehmen 18 Grad. Nördlich des Polarkreises beginnt das Land der Mitternachtssonne in der von Anfang Mai bis Mitte August, je nach nähe zum Pol, die Sonne nicht untergeht, danach kommen die dunklen und eisigen Wintermonate.

Wir übernachten auf dem nahen kostenlosen und menschenleeren Campground.


Gut angekommen am nördlichen Arctic Circle


Durch das weite Land nach Norden

Nach der Überquerung des Arctic Circle beginnt schon teilweise die baumlose Tundra. Am nächsten Tag stehen wir an unserem nördlichsten Ende unserer bisherigen Weltreise: In Deadhorse bei Prudhoes Bay.

Dieser letzte Ort auf dem Dalton Hwy ist eine reine Zweckeinrichtung und dient in erster Linie der Versorgung und dem Betreiben der Öl- Förderanlagen von Prudhoe Bay. Weit verstreut stehen schwere Laster, Raupenfahrzeuge und Baugeräte in dieser arktischen Urnatur.


Winterfahrzeuge in Prudhoes Bay

2 Jahre und fünf Monate haben wir von Ushuaia in Feuerland, dem südlichsten Punkt des amerikanischen Kontinents gebraucht, um diesen Ort im nördlichen Alaska zu erreichen. Dabei haben wir eine beachtliche Strecke von 71.595 Kilometer durch 16 Länder zurückgelegt.


Reiseroute von Feuerland nach Alaska

Der Dalton Highway wird als einer der Traumstrassen der Welt bezeichnet. Für uns war er nur Schotterweg in die endlos scheinende Einsamkeit des Nordens ohne besondere Höhepunkte, hätten wir da nicht Corinna und Heiner getroffen, die mit einem Camper für einige Wochen Alaska bereisten. Echte Deutsche Nordlichter! Einige Tage zuvor sind wir uns schon mal kurz begegnet und haben uns in Deadhorse verabredet.

Gleich nach unserer Ankunft machte mich Heiner auf ein einzelnes Caribou aufmerksam, das im weiten Flussbett mit einem mächtigen Geweih fast regungslos dastand. Heiner beobachtete es schon längere Zeit und erkannte als Jäger, dass es angeschossen war. Im Hintergrund lauerte ein weißer Polarfuchs auf seine leichte Beute. Ich näherte mich dem verletzten Tier das zu verenden schien. Einige male stand es auf, lief einige Schritte und legte sich wieder erschöpft in den Flusssand.

Eine in der Ferne vorbeiziehende Caribouherde gab ihm sichtlich wieder Kraft und Hoffnung . Plötzlich sprang das Tier wieder auf, humpelte davon und folgte seiner Herde, die in der weiten baumlosen Tundra am Horizont verschwand. Good Luck! Während ich im naheliegenden Ölcamp einige Aufnahmen machte, zündete Heiner schon mal das Lagerfeuer für die "Barbecue time" an. Es war einfach köstlich, alles stimmte!


Heiner, Rita, Corinna und Simba.

Am nächste Tag reisten wir gemeinsam wieder zurück. Etwa 150 Km weiter südlich nach dem Atigun Pass, fanden wir für heute einen idealen Traumplatz. Kaum haben wir es uns gemütlich gemacht, bekamen wir auch schon Besuch aus heiterem Himmel. Eine echte Überraschung war ein Buschpilot der uns aus der Luft als "Wilderer" vermutete. Kurzerhand landete er auf dem Highway und zog seine 35 Jahre alte Maschine in den Seitenweg wo wir standen.

Der überaus freundliche Mensch stellte sich als Andy vor, ist Trooper und als Aufseher gegen Wilderei bei den "Alaska Wildlife Troopers" für die Nordwest Region zuständig. Als wir ihm versicherten, dass wir außer einige mitgebrachte Fleischstücke aus dem "Supermarkt" keine Jagdbeute bei uns hatten, da lachte er nur.


Der Busch-Ranger landete neben uns.

Kaum dass ich ihn fragte ob ich eine Runde mitfliegen könnte, saß ich schon auf dem Rücksitz. Ein kurzer Blick auf den Highway und er startete durch. Ich genoss eine wunderbare Aussicht auf die Tundra und auf die weit vorausliegenden Berge der Brooks Range. Nach dieser "himmlischen" Begegnung widmeten wir uns dem ausgiebigen Dinner.


Mit dem Buschflieger eine Runde gedreht....ganz rechts die Alaska-Ölpipeline,
daneben der Dalton Hyw. Im Seitenweg unsere Fahrzeuge

Einige mitgebrachte Birkenstämme sorgten für ein rustikales Lagerfeuer. Corinna und Rita waren zuständig für die Zubereitung der Salate, Heiner und ich für das Feuer und die Steaks. Es war ein originaler, leckerer, Trapper Dinner, wie man ihn nur hier draußen genießen konnte.

Als Heiner mit seinen "trockenen" Witzen aus seiner "geheimen" Zeit als Polizist und ehemaliger Personenschützer anfing zu erzählen, da blieb kein Auge mehr trocken. Mit wärmenden Mixgetränken "hielten" wir durch und machten die Nacht zum Tage. Vom späten Abend bis weit nach Mitternacht ging die Sonne nicht unter und warf ein faszinierendes schräges Licht über das Land. Wir haben das Maximun an Tageslicht gebührend gewürdigt, es war die schönste Zeit des "Tages".


Heiner, ein echter "Nordlicht-Trapper" im Schein der Mitternachtssonne.

3 Tage reisten wir gemeinsam auf dem Dalton Hwy. Richtung Süden weiter, besuchten im Tanana Valley noch den Farmers Market, dann ging wieder jeder selbst seiner Wege in Richtung Fairbanks. Kurze Zeit später erreichte uns eine e-mail, dass beide wieder gut zuhause in Deutschland angekommen sind. Danke liebe Corinna und Heiner für die gemeinsame, viel zu kurze Zeit, in der Einsamkeit Alaskas. Wir sehen uns wieder, irgendwo, irgendwann.....

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Do. 30.07.09 - Di. 04.08.09

Von Fairbanks nach Anchorage


Rund 200 Km südlich von Fairbanks erstreckt sich der Denali Nationalpark, einer der beliebtesten Touristenziele in Alaska. Die ersten 24 Kilometer fuhren wir in den Park hinein, dann war Schluss. Keine Weiterfahrt für Privatfahrzeuge möglich. Wer weiter hinein möchte, ist auf das kostenpflichtige Shuttle-Bus-System angewiesen. Im riesigen Visitor Center drängte sich eine Unmenge an Besuchern an die Tresen der Ticketausgabe. Auch die Shuttle Busse waren schon am frühen Morgen umlagert. Wir hatten keinerlei Interesse, aus einem voll besetzten Bus einige Tierfotos zu schießen, geschweige noch zu Filmen. Ein Grund genug für uns, bei herrlichstem Sommerwetter einfach weiterzureisen und den Mount Mc Kinley, den höchsten Berg Nordamerikas, mit seinen 6194 Metern aus der Ferne zu bestaunen. Wir hatten das Glück, einen der seltenen Tage erwischt zu haben, an denen sich der Mount Mc nicht hinter einer gigantischen Wolkendecke versteckte. Nur in der kurzen Sommerzeit besteht eine 25 % ige Chance, "den Hohen" in seiner ganzen Mächtigkeit zu bestaunen.


Der Mt. Mc. Kinley, Nordamerikas höchster 6000 Tausender. (6194)


Ein seltener freier Panoramablick zum Mt. Mc.

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Mi. 05.08.09 - Sa. 08.08.09


In engen Serpentinen winden wir uns auf einer Schotterstrasse über den Hatcher Pass. Beidseitig säumen stillgelegte und zum Teil noch aktive Goldminen die Strecke. Oben angekommen, ziehen Nebelfetzen über den dunklen Summit Lake. Zwei Kilometer talwärts, schält sich uns an einem Berghang die Goldmine Independense aus dem Nebel.


Goldmine "Indepedence"


Der Geisterort um die Mine Independense

In den 1930er Jahren war die Anlage eine der größten Goldminen in der Umgebung von Anchorage. Heute ist sie eine historische, eindrucksvolle Ghost Town (Geisterstadt) mit Werkzeugen und Maschinen aus damaliger Zeit.


So sahen wir unseren abendlichen "Goldrausch".


Und Moula Moula im Schein unseres Lagerfeuers

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So. 09.08.09 - Mi. 12.08.09

Salmons und die Bären


Die Kenai Halbinsel südlich von Anchorage gilt als Alaskas Angelparadies. Rute neben Rute hängt in der Saison überm Kenai River und seinen Nebenflüssen.


An einem Nebenfluß des Kenai River

Auf dem Real Alaskan Campground, in der Nähe von "Cooper Landing" lernten wir Mike kennen. Er jobbt in der Sommerzeit auf dem gut besuchten Camping-Platz und geht in seiner freien Zeit seinem Salmon und den Bären nach. Ein Naturfreak. Mike lud mich ein, am nächsten Tag mit ihm an den River zu gehen. Kaum zog Mike seinen Blinker durchs Wasser, platschte es schon gewaltig auf der Wasserfläche. Ein Lachs, gute 15 Pfund schwer, ist an den Haken gegangen und landet nach fünf Minuten Kampf im Kescher und kurz darauf auf dem Bügelbrett von Mike. Auf dieser Hüfthohen Ablage lässt sich der Fisch am besten Filetieren, meinte er lachend.


Mike im Anglerglück am Kenai River mit seinem Bügelbrett


Auch andere warten auf den Biss.


Beim Filetieren des Lachses


Ein prächtiger Salmon


Auch Simba versuchte sein Anglerglück in einem kleinen Nebenfluß


Erfolgreicher Lachsfang um Mitternacht am Kenai-River.

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Do. 13.08.09 - So. 16.08.09


Wo es Lachse gibt, da gibt's auch Bären, dieser Meinung war auch Mike. Am späteren Nachmittag ist die beste Zeit, um einem hungrigen Bär am Flussufer zu begegnen. Wir verabredeten uns auf einem Seitenweg zum Cooper Landing. Bepackt mit dem nötigsten folgten wir einem schmalen Weg zum Kenai Fluss. An jeder unübersichtlichen Kurve durch den Wald machten wir uns singend und pfeifend bemerkbar, um nicht überraschenderweise einem Bär auf die Füße zu treten.


Eine "BÄRIGE" Landschaft am Kenai River.

Plötzlich hielt Mike an, vor uns frische tellergroße Bärenspuren, daneben rauchender Bärendung mit unverdauten Beeren. Wir waren aufs höchste angespannt. Mike war Schussbereit mit seiner Remigton Magnum und ich mit meiner Kamera. Es dauerte nicht lange da stand er vor uns. Es war ein gewaltiger, ausgewachsener Grizzly, der seinen nassen und zottigen Pelz, keine 20 Meter von uns entfernt, durchschüttelte.

Gemächlich trottete er zu einer Fichte, stellte sich mit dem Rücken gegen den Stamm und richtete sich gute 3 Meter auf um seinen Allerwertesten zu kratzen. Ein Baum verdeckte mir die Sicht für gute Filmaufnahmen. Ein kleiner Seitwärtsschritt oder die Spiegelung meines Objektivs erschreckten ihn und in sekundenschnelle verschwand er im dichten Unterholz.

Einfach Pech gehabt, oder Glück? Dass er nicht in unsere Richtung lief? Jedenfalls waren wir beide ganz happy um dieses Tiererlebnis.


Mike auf Spurensuche durch den Wald


Ein munterer Schwarzbär trottete aus dem nahen Gestrüpp

Auf dem Rückweg begegneten wir noch einem Schwarzbären der ganz gemächlich unseren Weg kreuzte.

Diesem gewaltigen Grizzly wollte ich noch einmal begegnen und ihn aus einem Versteck heraus Aufnehmen. Dazu bauten wir am Wildpfad einen kleinen und sicheren Unterschlupf um am nächsten Tag auf den "großen" zu warten.

Mein, noch nicht ganz fertiger Unterschlupf

Leider hatte Mike am nächste Tag keine Zeit, um mit mir auf Bärensuche zu gehen. Spontan gab er mir seinen "Bärentöter", genügend Patronen und dazu noch einen 2 minütigen Schnellkursus mit der Feuerwaffe. (Als langjähriger Sportschütze hatte ich kein Problem, damit sicher umzugehen.)

Am frühen Morgen, "ausgerüstet" bis unter die Zähne, ging ich den selben Weg wie am Vortag, auf dem Wildpfad durch den Wald. Auf der einen Seite wollte ich Bären antreffen, aber auf der anderen Seite nicht in der nächsten unübersichtlichen Abbiegung vor ihm stehen. Immer wieder redete ich laut vor mich hin, oder sang Lieder die mir gerade so einfielen, um den Bär auf mich aufmerksam zu machen und ihm so eine Fluchtmöglichkeit zu geben.... oder mir Mut zu machen? Was ich dann an diesem Tag erlebte, waren wunderbare, unvergessene Tiererlebnisse.


Freddy am frühen Morgen allein auf "Bärensuche" mit Kamera, Foto und
Stativ. Zur Sicherheit Bärenspray und eine Remington-Magnum Gun.


Unterwegs eine Elchkuh mit Nachwuchs


Ein junger Grizzly- Bär auf Fischfang

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Mo. 17.08 09- Mi. 19.08.09


An der Mündung des Kenai Rivers besuchten wir alte Siedlungen die noch von russischen Pelzhändlern gegründet wurden. Gut erhaltene russisch-orthodoxe Kirchen zeugen von dieser Vergangenheit.


Russisch-orthodoxe Kirche in Ninilchik


Im inneren des "Kirchleins".

Wo das Land endet und das Meer beginnt, liegt die Künstlerstadt Homer. Das unverwechselbare Wahrzeichen dieses Ortes ist der "Homer Spit". Es ist eine ganz schmale, fast 7 Km lange, in die Kachemakbucht hinausragende Landzunge, auf der heute nicht viel los war.


"Lands End" in Homer.


Ein selbst gebauter Wood Alaska-Camper in Homer

Homer bezeichnet sich auch als "Halibut Fishing Capital of the World" wo Sportfischer beim alljährlichen "Halibut Derby" Heilbutte bis zu 170 Kg aus dem Meer ziehen. Ansonsten beschränken sich die Aktivitäten auf Shopping von Native Art (Kunst von Ureinwohnen) oder anderen Souvenirs und vor allem den viel zu teuren Bootstouren, welche Whale- oder Bear-Watching versprechen.

Wegen des schlechten Wetters kehrten wir diesem Ort aber gleich wieder den Rücken. Da wir noch etwas Zeit hatten, machten wir noch einen Abstecher nach Valdez, zum großen Sterben der Lachse.

Der Weg über den Thompson Pass ist eine wunderschöne, schroffe alpine Landschaft. Kurz vor der Passhöhe standen wir dann nur wenige Meter vom "Wothington-Glacier" entfernt. Eine der Gletscherzungen reicht fast bis an die Strasse. Die feuchten pazifischen Westwinde sorgen in dieser Gegend für Schneerekorde. Es wurden dort schon 25 Meter Schneefall gemessen!

Wenn man den Namen des Ortes Valdez hört, bringt man ihn automatisch mit einem der dunkelsten Kapitel in der Geschichte Alaskas in Zusammenhang: 1989 lief der Megatanker "Exxon Valdez" durch Navigationsfehler auf ein Riff und 42 Mill. Liter Rohöl ergossen sich in den Prince William Sound, wobei über 1500 km Küstenstreifen verseucht wurden. Unzählige Tiere verendeten qualvoll. Heute, über 20 Jahre danach ist fast nichts mehr zu sehen, die Natur erholte sich wieder.

Fast ebenso qualvoll enden Millionen von Lachse, wenn sie nach einigen Jahren aus dem offenen Meer wieder an den Ort ihrer Geburt zurückkehren. Die Fische drängen sich an einer Flussmündung so dicht, dass kaum noch Platz im Wasser ist.


An der Salmon- Hattcherie brodelt das Wasser. Nach der Eiablage
und der Befruchtung sterben in dieser Bucht Millionen von Lachse.

Große Schwärme von Seemöwen fallen dann über sie her und holen sich das Beste. Mit ihren scharfen Schnäbeln picken sie die Augen aus dem lebenden Fisch oder sie beginnen der noch zappelnden Kreatur das rote Fleisch herauszureißen. Dennoch besteht das einzige Ziel der Lachse in ihrer Fortpflanzung. Nach der Eiablage und der Befruchtung naht ihr Ende und der Kreislauf kann von neuem beginnen.


Das große Fischsterben

Auf der Fahrt zur Grenze nach Kanada passierten wir wieder die Chugach Mountains mit wunderschöner Aussicht und erreichten am Abend den Junction Tok, am Alaska Highway.

Einen kleinen Zwischenstopp legten wir dann noch in Downtown Chicken ein, bevor wir nach Kanada ausreisten. Dieser Ort sollte eigentlich Ptarmigan (Moorschneehuhn) heißen. Die Goldgräber, die einst in dieser Gegend Federvieh jagten, wussten nicht wie man Ptarmigan buchstabierte und nannten ihre neue Heimat einfach "Chicken". Aus dieser Zeit stehen nur noch wenige Häuser und bilden ein wildwestartiges Zentrum mit einem Shop, einer Cafeteria und natürlich einem Salon. Jenseits der Grenze über den "Top of the World Highway liegt unser nächstes Ziel: Dawson City in Kanada.


Wildwestromantik im kleinen Ort mit dem Namen "Chicken"


Undurchdringliche sumpfige Wildnis

 

Do. 20.08.09

Die Ausreise Alaskas und die Einreise nach Kanada war super easy.

Den Alaska check point gab es zwar, aber es war keiner da. 20 Meter weiter reichte ich unsere Reisepässe am Kanada Border aus dem Fenster, Stempel rein und Kanada hieß uns wieder willkommen. Das war unser absolut schnellster Grenzwechsel: Dauer, keine 2 Minuten!!!


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Verschiffung: Moula Moula am Haken, Bild anklicken
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