07 Gambia

Flußaufwärts ist Landeinwärts

16.05.-So.


Wechselkurs: 1€ = 35 Dalasi
KM Stand 42.200
Gefahrene Km 14.223
Dieselpreis 18,08.- DS
Superbenzin 575.- CfA

Unser nächstes Ziel ist Banjul in Gambia. Die fahrt an die Grenze bei Barre ist an einem halben Tag geschafft und ohne Probleme passierbar. Es gibt eine neue Währung: den Dalasi (1.-€ entspricht 35 Dalasi). Es ist recht seltsam und kommt uns sehr entgegen, dass an der Grenze urplötzlich vom Französischen aufs Englische umgestiegen wird, der Amtssprache Gambias. Auf einer Fähre überqueren wir den Gambia River. Der Kontakt mit den Menschen ist anders als im Senegal, einfach herzlicher, ungezwungen, frei.
Bis heute hat sich Banjul, die Hauptstadt, viel vom Erscheinungsbild einer britischen Kolonialsiedlung erhalten. Das kleinste Land Afrikas besteht eigentlich nur aus dem Nord- und Südufer des gleichnamigen Flusses und Flussaufwärts ist Landeinwärts. Das Land ist überschaubar und hat kaum mehr Einwohner als München.
Südlich von Banjul erreichen wir Camping Sukuta. Seit 1997 Treffpunkt der Afrikafahrer. Die gepflegte Anlage des Ehepaares Claudia und Joe Peters befindet sich etwa 2 Km vom schönen, fast menschenleeren Sandstrand entfernt und ist bestens weiter zu empfehlen. Wir genießen die freundliche Atmosphäre und das maritime Klima mit ca. 30 Grad. Simba war happy, endlich fand er eine Spielgefährtin. "Tina". Die 8 jährige Schäferhündin von Claudia und Joe war läufig und ab diesem Tag verstand er die Welt nicht mehr. Simba den ganzen Tag an der Leine heulen zu lassen war nicht auszuhalten wir ließen ihn einfach frei. Und so tanzte Simba und Tina drei Tage lang "Simbatina", dann war es endlich vorbei.

Camp Sukuta bei Claudia und Joe


Sichtlich erschöpft verbrachte Simba die nächsten Tage im Sand unter unserem Fahrzeug Beim streicheln bemerkte ich bei Simba am Hals und Brustbereich Beulen (wie ein Furunkel). Wir haben es geahnt, er hat Mangowürmer unter der Haut. Eine Fliege legt ihre Eier in den Sand und durch Hautkontakt können sich die geschlüpften winzigen Larven durch die Poren der Haut fressen und einnisten. Die Maden wuchsen schnell heran und konnten wie ein Eiterpickel herausgedrückt werden. Wir haben bei Simba über 20 dieser Parasiten, die auch auf den Mensch übertragbar sind, herausgedrückt und bei einigen Exemplaren hätte sich so manches Anglerherz erfreut.
Mit meinem Quad machte ich ausgedehnte Fahrten am fast Menschenleeren weißen Sandstrand. Einfach herrlich !!! Wir machen Urlaub.

 

31.05.-Fr.


Kurz vor der Weiterreise bekam ich leichtes Fieber und Gliederschmerzen. Ein Malariatest im Krankenhaus von Serekunda viel negativ aus. Am nächsten Tag entwickelte sich bei mir eine schmerzhafte Zahnfleisch-und Zahnwurzelentzündung . Nur gut dass wir in Gambia sind, bei Claudia und Joe. Ich bekomme die Adresse eines Zahnarztes, der wohl in Westafrika das einzige Röntgengerät besitzt, eine Bereicherung für jedes Museum. Es hing an der Wand, an einem Gusseisernen beweglichen Arm und war aus den 50 er Jahren. Nach dem 5. Bild konnte man dann wirklich meine entzündete Zahnwurzel schemenhaft erkennen. Mit heftigen Zahnschmerzen und Gottvertrauen begab ich mich in schwarze Hände. Die Behandlung war erfolgreich und nach einer Woche war ich schmerzfrei. (Die Kosten von 3000.- Dalasi habe ich gerne bezahlt.)
Die heimliche Hauptstadt Gambias ist eigentlich Serekunda, eine saubere Stadt, wir sind gerne hier. Zollfreie Einkäufe wurden getätigt. Eine 12 Volt Ersatz-Dieselpumpe und einen neuen Stromgenerator haben wir uns zugelegt. Unsere teuren Solarbatterien (erst 3 Jahre alt) haben sich nicht bewährt und ich habe sie gegen ganz normale Säurebatterien ausgetauscht. Mit dem Einkaufen auf dem Markt ergänzten wir unsere Lebensmittelvorräte.
Von Joe erhalten wir noch Malariatabletten (Daraprin) für unsere Weiterreise. Nach 10 Tagen Aufenthalt auf dem Camp Sukuta fällt es uns nicht leicht, uns bei Claudia und Joe zu verabschieden.

 

04.06.- Fr.


Die Süduferstrasse entlang des Gambia Rivers führt uns durch eine von Palmenhain, Erdnuss- und Reisfeldern geprägte Savannenlandschaft. Der Fluss selbst ist von der Strasse (Piste) nicht zu sehen. Riesige ausgewaschene Schlaglöcher lassen nur ein langsames Vorwärts kommen zu.
Trotz deutscher Unterstützung beim " FOREST PROJEKT durch KFW ( Kreditanstalt für Wiederaufbau) und StZ (Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit) zur Erhaltung der Galerienwälder am Gambia River werden diese Biotope unwiederbringlich abgeholzt. Kilometerweite Brandherde und Rauchschwaden überziehen das einst so üppig bewachsene Land. Flächenbrand für Ackerbau.

Flächenbrand für Ackerbau am Gambia-River

 

Projekt: Erhalte den Galeriewald


Nach 420 Km erreichen wir bei Fatoto den menschenleeren Grenzübergang. Sehr freundliche Grenzer wünschten uns eine gute Weiterreise. The Gambia hat uns sehr gefallen.
Nach einer weiteren Tagesfahrt stehen wir bei Kidira an der Malischen Grenze. Auch hier waren die Grenzformalitäten schnell erledigt und die Grenzer laden uns mit den Worten: "Welcom in Mali", recht herzlich ein.

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Verschiffung: Moula Moula am Haken, Bild anklicken
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