19 Namibia Nachtrag

 

Di. 21. 06. 05 - Sa. 25. 06. 05


Unsere Abreise verzögerte sich

Unsere Abreise aus Namibia verzögerte sich um einige Tage. Auf unser Reifenproblem hin, hat sich der Reifenkonzern "Continental" per e-mail aus Hannover bei uns gemeldet. Darin wurde uns mitgeteilt, dass sich "Conti" gerne auf dem Kulanzwege bereiterklärt, uns auf unserer Weltreise, mit einem Satz Reifen zu unterstützen.

Die uns in Deutschland zur Verfügung gestellten Reifen mussten wir nun bis Ende November nach Windhoek schaffen. Bei dieser Aktion konnten wir uns mit Hans Knupp und Werner Drayer zusammenschließen, die ihre MAN Fahrzeuge von Michelin auf "Conti" umrüsten wollen und diese Reifen in Deutschland auch bestellen werden.

Zu dieser Lieferung nach Windhoek ,über die "Transworld Cargo Spedition " können wir auch unsere 4 Reifen beigeben. Ein herzlicher Dank an Herrn Oliver Göbel (Conti, Leiter der Gewährleistung) an Hans Knupp und Werner Drayer.

Fenster eingeschlagen…Taschenraub!

Um für unsere Weiterreise günstiger Tanken zu können, fuhren wir hinter Hans seinem MAN zur Truck-Station (Großhandel) in das Industriegebiet im Norden von Windhoek. Nachdem wir über 600 Ltr. getankt hatten, stellten wir uns auf den gegenüberliegenden Parkstreifen, neben der Strasse, hintereinander ab. Hans vor uns, wir hinter seinem MAN.

Rita saß im Fahrzeug hinten in der Wohnkabine, vorne lag Simba flach auf seinem Platz. Hans und ich gingen in das Gebäude um unsere Rechnungen zu bezahlen. Als wir herauskamen stiegen wir ins Fahrzeug um weiterzufahren. Hans kam nicht dazu, stieg aus und winkte mir zu kommen. Dann sahen wir die Bescherung, das Seitenfenster wurde blitzschnell mit einem Stein eingeschlagen und die im Führerhaus liegende kleine Handtasche geraubt. Als wir recherchierten hat es sich folgendermaßen abgespielt:

Rita bemerkte ein Fahrzeug, das auf der parallel führenden Schnellstrasse abrupt parkte und daraufhin zwei junge Burschen über die Leitblanke auf unseren Parkstreifen zu liefen. Dann schaukelte unser Wagen und sie dachte, Simba hat sich gedreht und schenkte dieser Fahrzeugbewegung keine weitere Bedeutung.

Einer dieser Autoknacker war schon auf unserem Trittbrett gestanden, sah Simba schlafend liegen und sprang vor lauter Schreck gleich wieder ab. (Wir hatten, wie fast immer, Kamera und Fototasche im Fond). Der andere Strolch nahm sich das Fahrzeug von Hans vor, sah die Handtasche, schlug das Fenster mit einem Stein ein und beide Gauner rannten wieder, von Rita sehend, zu ihrem parkenden Auto und fuhren rasant ab.

Rita`s Blickwinkel nach vorne war begrenzt und sie konnte den vor uns stehenden Wagen nicht sehen und wunderte sich nur weil sie es so eilig hatten. Herbeigelaufene Arbeiter bestätigten uns, dass hier sehr oft Lkws auf diese Art und Weise ausgeraubt werden. Neben einer zerstörten Seitenscheibe fehlte bei Hans: Waffenschein, Fahrzeugpapiere, Kreditkarte, jedoch kein Bargeld, denn das hatte Hans beim Bezahlen der Spritrechnung dabei.

Am gleichen Tag meldete sich eine männliche Person per Telefon bei Hans, und er gab sich als Finder aus. Wir dachten gleich an "Lösegeld". Am nächsten Morgen wollte er die Tasche mit Inhalt vorbeibringen, natürlich gegen eine großzügige Belohnung. Polizei wurde benachrichtigt. Früh am Morgen baute ich im Innenhof von Hans Knupp an seinem MAN die unbeschädigte Seitenscheibe aus, um eine Schablone anzufertigen, den Foto griffbereit. Hans beschäftigte sich um das Haus und eine Zivilpolizistin war mit Handy im Einsatz.

Dann stand ein 16-17 jähriger mit seiner Sporttasche am Tor, ich ließ ihn herein und wir hielten ihn mit vielen Fragen auf. In der Zwischenzeit benachrichtigte die Zivilinformantin, die in Hans seinem Büro wartete, ihre Kollegen. Von weitem hörte man schon die Sirenen. Innerhalb von 5 Minuten erschien eine Polizeistreife und der junge Mann musste mit auf die Wache. Dabei stellte man fest, dass er der ehrliche Finder der Handtasche war und von Hans danach gebührend belohnt wurde.

 


Hans Knupp und der ehrliche Finder

Nachdem wir uns bei Hans und seiner Frau Gisela für die nächsten 4 Monate verabschiedet hatten ging es endgültig nordöstlich in Richtung Caprivi. Auf dem Weg dorthin interessierten wir uns zuerst für den Hoba-Meteoriten.

Besuch aus dem Weltall

Auf einer privaten Farm, in der Nähe von Grootfontein, befindet sich der bisher größte gefundene Meteorit auf der Erde. Wissenschaftler schätzen sein Alter auf 200 bis 400 Mill. Jahre und er ist vermutlich vor etwa 80 000 Jahren auf die Erde gestürzt.

 


Freddy auf dem 60 Tonnen schweren Besucher, dem Hoba-Meteorit

Der im Durchschnitt 3 x 3 x 1 Meter große Weltraumbesucher wiegt ca. 60 Tonnen. Er besteht aus 82,4% Eisen, 16,4% Nickel, Kobald, Kohlenstoff, Schwefel, Kupfer, Chrom und anderen Spurelementen. Die wissenschaftliche Klassifizierung des Hoba-Meteoriten ist "nickelreicher Ataxit".

Durch den Caprivi-Zipfel

Der Caprivi-Zipfel bildet im Nordosten des Landes das Tor zu den Nachbarländern Botswana, Simbabwe und Sambia.

 


Vorsicht Elephants

Vor der Brücke über den Okavango River biegen wir einen geteerten Seitenweg ab und übernachten auf der Okavango Camp-Site. Auf der Ostseite des Flusses begegnet man im menschenleeren Mahango-Nationalpark einer wildromantischen Landschaft. Elefanten überqueren die schmale Piste die beidseitig mit tropischer Vegetation überwuchert ist.

Am sattgrünen Ufer stehen wir mitten in einer Elefantenherde die zur Tränke an den träge dahinfliessenden Okavango gekommen ist.

Weiter auf der B8 in östlicher Richtung, erreicht man den Kwando-River.

( nur für 4x4 Fahrzeuge geeignet)

Biegt man dann bei S 17.47.01 - E 23.20.06 nach rechts ab in Richtung Nambwa Camp, begegnet man bis dorthin ebenfalls vielen Elefanten, Wasserbüffel und Hippos. Wir hatten hier an einem halben Tag mehr Begegnungen mit diesen Grosstieren als bei 3 Besuchen im Etosha Nationalpark. Über eine gute Asphaltstrasse ging's bis Katima Mulilo, dort passierten wir die Grenze nach Sambia.

ist zweifelsfrei das Land in Afrika, das mit seinen Bevölkerungsgruppen, seiner Landschaftsformen, seiner Natur und Wildnis nicht zu überbieten ist. Für Afrika - Einsteiger das Urlaubsland.

Wir sehen uns noch einmal zum Jahresende 2005.

 

 

Von Südafrika zurück nach Namibia

Sa. 29.10.05 - Sa. 19.11.05

Durch Südafrika

Unmittelbar nach der Grenze übernachteten wir auf einem Zufahrtsweg in eine Zuckerrohrfarm. Wir reisten weiter, wie durch eine "deutsche Landschaft", Links und rechts der guten Asphaltstrasse, Weinreben, Hopfen und Maisfelder.
Wir erreichten Johannesburg wo wir wieder Fa. Canon besuchten, um unsere Kameras checken und reinigen zu lassen. Vor dem Betriebsgelände standen wir sicher bis zum frühen Morgen. Gegen Nachmittag konnten ich wieder meine gewarteten Kameras in Empfang nehmen. Über die Stadt Heidelberg fuhren wir zu den Drakensberge, man könnte meinen man währe im Allgäu mit seinen sanften Hügeln und weidenden "Milka-Kühen". Weiter nach Westen kamen wir in die geschichtsträchtige Stadt Kimberley.
Beeindruckend war das Diamantenmuseum mit dem Big Hole, dem tiefsten, von Menschenhand gegrabene Erdloch, das in der Zeit der Diamantensuche entstanden ist.
Nach einer weiteren Tagesfahrt waren wir in Upington, das liegt am Oranje River, Grenzfluß zu Namibia.
Auf dem wunderschönen Campingplatz "Kalahari Water" in Keimoes, den wir schon vor einem halben Jahr besuchten, standen wir wieder alleine an einem kleinen See, zwischen Oranje -Weinreben. Wir blieben eine Woche. Dirk Malan, der Wein Farmer und Camp Besitzer, gab mir Einblick in das harte Leben am Oranje River. Ein Flug mit dem Microlight über den Grenzfluss offenbarte das schmale grüne Anbaugebiet links und rechts des Flusses, dahinter die weite Kalahari Wüste.
Vom Grenzort Nakop über Grünau, Keetmanshoop, Mariental gings nach Windhoek, zu Uschi und Werner Drayer, wo wir uns sicher auf ihrem sehr schönen Anwesen für einige Tage einstellen konnten, bis zu Rita's Heimflug zu Familie und Freunden.
Danke liebe Uschi, danke lieber Werner für Eure liebenswerte Gastfreundschaft.

 


Rita am Pool bei Uschi und Werner Drayer

 

So. 20.11.05

Ritas Heimflug

Von Windhoek aus war Rita 11 Std. mit Air Namibia auf ihrem Nachtflug unterwegs und landete am frühen Morgen sicher auf dem Flughafen Frankfurt/Main. Dank einem direkten ICE Anschluss, konnte Rita zwei Stunde später unseren Sohn Thomas, Annika und die Enkelkinder Jasmin und Maik in die Arme schließen.

 

Mo 21.11.05 - Di. 27.12.05

Es war heiß in der Hauptstadt Namibias. Die Tagestemperatur stieg auf über 40 Grad, Simba litt unter dieser Hitze, ich musste an die kühlere Atlantikküste.

 


Reifenwechsel bei TrenTyre in Windhoek

Aber zuerst verpasste ich unserem Moula Moula wieder neue Reifen, die uns von Continental - Deutschland auf dem Kulanzwege kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. Auf diesem Wege ein herzlicher Dank an Oliver Göbel, Leiter der Gewährleistung bei Conti Deutschland. Auch ein herzlicher Dank an unseren Freund Werner Drayer, der uns die Reifen zur Service Station gebracht hat.
Nachdem ich auch die vorderen Stoßdämpfer ausgetauscht hatte, fuhr ich auf dem Kalahari Highway in das kühle, angenehme Swakopmund.
Ich traf mich wieder mit Tommy Collard, dem "Buschmann", lernte Jens Tegethoff kennen, der Angling Tours um Swakopmund veranstaltet.
Bei Filmaufnahmen vom Hai Brandungsangeln griff Jens in den Rachen eines gefangenen Hai's um einen Kieselstein herauszuholen. Das löste beim Hai einen Reflex aus, schnappte zu und verletzte Jens mit seinen messerscharfen Zähnen an der rechten Hand, es war eine blutige Angelegenheit.

 


Freddy beim Brandungsangeln mit einem 2,8 m langen, gefangenen Bronce Hai

.
Nach dem Vermessen und Markieren wurde er wieder unversehrt dem Meer zurückgegeben.

An einem Nachmittag fingen wir mit Jens und seiner aus 4 Anglern bestehenden Gruppe 5 Haie zwischen 2,4 m und 2.8 m. Es war jedes Mal ein aufregender und schweißtreibender Kampf zwischen Mensch und Fisch.

 


"Schau mir in die Kiemen"

Nachdem der Hai gefangen war, wurde er mit dem Angler als "Trophäe" Fotografiert. Anschließend vermessen, markiert und dem Atlantik unversehrt zurückgegeben.

Entlang der einsamen Skeleton Coast fuhr ich bis Torra Bay und dann auf einer Schotterstrasse über Khorixas nach Omaruru, wo ich auf einem wunderbaren Camp unter einem Kameldornbaum mir 12 Tage Zeit nahm um Filme zu sichten, Sicherheitskopien anzufertigen und meine Reiseberichte zu schreiben.

 

 

Mi. 28.12.05 - So.01.01.06

Auf dem Flughafen von Windhoek konnte ich Rita nach 5 Wochen wieder glücklich in die Arme nehmen. Sie hatte mir viel zu erzählen aus Deutschland, von Familie und Freunden. Wir fuhren nochmals über den Gamsberg Pass nach Walvis Bay, besuchten und verabschiedeten uns von Fiffi, fuhren weiter nach Swakop zu unseren Freunden Gisela und Hans Knupp, Uschi und Werner Drayer, die zwischen den Feiertagen an der kühlen Westküste ihre Urlaubstage verbrachten.
In der Dünenlandschaft von Swakopmund standen wir in der Silvesternacht alleine unter einem sternenklaren Himmelszelt. Es war traumhaft an diesem besonderen Tag an diesem besonderen Ort stehen zu dürfen.
Am Neujahrs - Morgen, kurz vor unserer Abfahrt nach Windhoek besuchte uns zwischen den Dünen Tommy Collard. Nach dem gemeinsamen Frühstück nahmen wir Abschied von unserem Freund, dem Buschmann Tommy.

Nach einer Tagesfahrt von 390 Km standen wir gegen Abend wieder in Windhoek, auf dem wunderschönen Anwesen von Uschi und Werner Drayer. Wir fühlten uns wie zuhause und Simba hatte auch manchmal Besuch von "Jula" einer einjährigen "Rhodesian Ridgeback Hündin von Christine, der Tochter von Uschi und Werner. Wir waren eingeladen, zum Grillfest, mit den Söhnen Stefan und Richard, mit Freunden (in) und saßen am Swimming-Pool beim Frühstück. Es war eine sehr schöne Zeit in Windhoek und ein besonderes Gefühl, weit von der Heimat Freunde in der Ferne zu haben. Danke liebe Uschi und Werner, danke auch an Christine, Stefan und Richard, die wir ins Herz geschlossen haben.

 

 

Do. 12.01.06

Nach den Ferientagen haben wir an unserem Fahrzeug noch die hinteren Stoßdämpfer gewechselt und einen kleinen Service durchführen lassen, bevor wir nach Südafrika weitergereist sind.

Unser nächster Reisebericht:
"Abschied Afrika- Ankunft Süd-Amerika".

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Verschiffung: Moula Moula am Haken, Bild anklicken
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