24 Südafrika - Cape Down

Südafrika läßt uns nicht los.

 

Moula Moula krankt: Getriebeschaden bremst uns aus !!!
MAN - Stuttgart hilft uns weiter.
Globale Konferenz

Unsere weitere Aufenthaltdauer in Südafrika - unbekannt,
denn "alles was passiert, passiert aus einem bestimmten Grund"
Aber erstmal in Ruhe und der Reihe nach:

 

Fr. 13.01.06 - Sa. 22.01.06

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Wir verlassen Namibia
Unsere Ausreise aus Namibia war von inneren emotionalen Gefühlen begleitet. Waren wir doch über 6 Monate in einem Land mit traditioneller deutschen Geschichte, erlebten unvergessene Tage mit unseren Freunden aus Germany, die uns besuchten und waren fasziniert von landschaftlichen Höhepunkten und Begegnungen mit Menschen und Tieren, die uns bisher auf unserer Weltreise einen Eindruck der "Einmaligkeit" hinterließen. Freundschaften entstanden.

An der Grenze zu Südafrika wurden wir als "alte Bekannte" (zum 3.mal) sehr freundlich begrüßt, kurz "eingestempelt" und mit vielen guten Wünschen auf unserer Weiterreise verabschiedet.

 


Gewitterstimmung über Moula Moula - Unser Zuhause

Wir besuchten wieder über das Wochenende Dirk Malan auf seinem privaten Campingplatz "Kalahari Water", inmitten von seinem Oranje Weinanbaugebiet in Koemos bei Upington, die Freude war groß. Wir nutzten die Zeit, um die Vorgänge bei der Weinlese, Kelterung und Abfüllung des Oranje-River Wein's dokumentarisch festzuhalten.
Weitere zwei Tage brauchten wir über Ottosdal nach Johannesburg, um nochmals bei Canon unsere Kameras für unsere lange Reise durch Südamerika durchchecken zu lassen.

 

So. 22.01.06 -

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Moula Moula krankte, Diagnose: "Langzeit" Getriebeschaden
Wir fuhren von Johannesburg in Richtung Cape Town und steuerten, wie vom siebten Sinn getragen, einen Rastplatz an. Ich stieg aus und sah eine frische Ölspur hinter unserem Fahrzeug, es war von Moula Moula. Ein Blick unter das Fahrzeug war erschreckend, zwang mich schnellstens zum Handeln. Mit Seife habe ich weiteren Ölverlust gestoppt.

Reisetip: Seife hat eine Konsistenz, die auch z.B. bei gebrochenen Dieseltanks, voll ihre Dichtigkeit unter Beweis stellen Kann. Einfach Seife weichkneten und von außen in die Bruchstelle drücken und verstopfen, bis zur nächsten Reparaturmöglichkeit, wird es mit Sicherheit durchhalten.

Nachdem ich einen Auffangbehälter unterstellte, habe ich den Getriebedeckel abgeschraubt und das noch vorhandene Getriebeöl abgelassen. Ein Sicherungsring auf der Hauptwelle des Getriebes war gebrochen und ein Bruchteil hatte den unteren Reinigungsdeckel durchbohrt, dadurch lief Getriebeöl aus.
(Was währe wohl passiert, wenn wir nicht durch Zufall angehalten hätten) Weitere kleine Einzelteile des Sicherungsringes flogen heraus und lagen im Eimer, doch die Hälfte des Ringes befand sich noch im Getriebe.
Mit Weichlot habe ich dann den Getriebedeckel dicht gelötet, wieder aufgeschraubt und Öl aufgefüllt. Die Fahrt zu MAN Cape Town wurde wieder aufgenommen, wo wir am Abend unbeschadet angekommen sind.

 

Mo. 23.01.06 - Di 24.01.06

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Mo. und Di. warten auf dem MAN Gelände.

 

Mi. 25.01.06

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An diesem Morgen wurde unser Getriebe von MAN ausgebaut und von ZF - Cape Town in meiner Anwesenheit auseinandergebaut, gereinigt und die defekten Teile notiert. Es stellte sich heraus, dass ein "Langzeitschaden" an der Hauptwelle den Käfig eines Nadellagers beschädigte, was wiederum den anschließenden Sicherungsring zerstörte. Nach einer Auflistung der erneuerbaren Ersatzteile, (insgesamt waren es 8 ersetzbare Teile), wurde uns ein Angebot der kompletten Instandsetzung des Getriebes genannt. Das zerlegte Getriebe wurde zu ZF Johannesburg gebracht.
(Afrika - Hauptniederlassung von ZF-Getriebe Friedrichshafen)

 

Sa. 28.01.06 - So. 05.02.06

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Über eine Woche warten wir im Hof von MAN (Hochsommer, bis zu 45° am Nachmittag) Nach weiteren Gesprächen (auch bei MAN), wurde mir empfohlen, bei einer gefahrenen Leistung von nur 103 000 Km unsere Instandsetzungskosten auf dem Kulanzweg bei ZF und MAN zu minimieren, was wir dann auch erreichten.

 

Mo. 06.02.06

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Das Instand gesetzte Getriebe wurde eingebaut.

 

Di. 07.02.06 - Mi. 08.02.06

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Der große Kundendienst am Fahrzeug wurde durchgeführt. Wir verlassen, nach über
zweieinhalb Wochen, nachdem wir uns bei dem überaus freundlichen und hilfsbereiten MAN - Team herzlich bedankten, am:

 

Do. 09 02.06

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Unser Campingplatz "MAN Campsite".

 


Unsere "Camp Site" bei MAN Cape Town

Wir fuhren in das 20 Km entfernte Paarl zu Franziska und Dirk mit ihrer kleinen lieben Tochter Alyssa aus Germany, die wir schon vor einem Jahr mit ihren Hunden kennen gelernt hatten und freuten uns auf ein Wiedersehen.
Wir nahmen Kontakt auf mit der Rederei Safmarin in Cap Town.

 

Mo. 12.02.06 - Di. 28.02.06

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Schifffahrtslinie nach Argentinien eingestellt.
Ein Besuch im Safmarine Haus in Cape Town war frustrierend. Wir erfuhren, dass unsere überaus günstige Schifffahrtslinie "Safmarin" Ende Februar ihre Südamerika Linie eingestellt hatte und uns nicht mehr verschiffen konnte. (Wir währen längst zu einem Dumping Preis in Argentinien, wenn…. )

In den weiteren Tagen fuhren wir öfters nach Kapstadt, um bei Redereien und Agenturen einen Verschiffungstermin für unser Fahrzeug zu bekommen. Alle Redereien von Kapstadt hatten kein "Flat Rack" ( Plattform für unser Fahrzeug). Eine Verschiffung von Cape Town war zurzeit nicht mehr möglich, wir müssen vom 1500 km entfernten Durban verschiffen.
Nach drei Wochen hatten wir einen Agenten, der für uns alle Formalitäten erledigen würde und wir wollten uns am Montag den 06.03.06 im Hafen von Durban einfinden.



Mo. 06.03.06

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Getriebe Reparatur schlug fehl
Heute war der besagte Montag und wir saßen schon wieder, in unserem Fahrzeug, im Hof von MAN, waren immer noch sehr freundlich zu unseren Mitmenschen, bewunderten weiterhin die "tolle Aussicht" über die MAN - Trucks zur nahe liegenden Autobahn N1 und wenn es das Wetter zuließ, "genossen" wir zum x-ten mal den nicht einsehbaren Sonnenuntergang über dem bezauberten Tafelberg von Cape Town !!!.

Um nun Kosten zu sparen wurde von der Hauptniederlassung ZF Johannesburg eine "Modifikation" am Getriebe durchgeführt, d.h. es wurden vom Rechtslenker-Getriebe Südafrika zwei Zahnräder verwendet, die im Nachhinein nicht zu unserem Linkslenker Getriebe passten und bei "Kraftschluss" bewirkten, dass der zweite Gang permanent heraussprang. (Man hat die bereitliegenden und passenden 2 Zahnräder, warum auch immer, aus Deutschland nicht angefordert).

Von der MAN C.T. Geschäftsleitung wurde nun ZF Cape Town angerufen, die freundlicherweise einen Mitarbeiter schickten, der mit einem 17er Ringschlüssel und einem Hammer, auf afrikanisch, an der Einstellung des 2. Gangs manipulierte, nach einigen Hammerschlägen hieß es "ausbauen".

 


Unser "überholtes" ZF-Getriebe

So wurden wir nun zum zweiten Mal von "unserem Getriebe" ausgebremst. Unter der vollen Garantieleistung wurde das Getriebe wieder per Luftfracht in das 1200 km entfernte Johannesburg gebracht, zur nochmaligen Überarbeitung bei ZF. In Afrika kümmerte sich niemand darum, welche Getriebeübersetzung unser Fahrzeug auf unserer Reise benötigte und das wir bei der Kaufsberatung sorgfältig bei MAN München auswählten. Es geschah so, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Aus guter verlässlicher Quelle hatte ich erfahren, dass Mangels an Ersatzteilen, uns aus dem vorhandenen Getriebe und einem Update aus dem Rechtslenkergetriebe Süd Afrika zum 2. Mal eine Modifikation "zusammengebastelt" wurde.
Wir wurden hellhörig, ein drittes Mal konnten wir uns das nicht erlauben, denn in nächster Zeit stehen wir alleingelassen auf dem südamerikanischen Kontinent, weit entfernt von MAN und ZF. Dass es soweit kommen wird, stand mit dem erneuten zusammengewürfelten Getriebe mit Sicherheit schon jetzt fest.

Was nützt uns eine "Getriebe-Vollgarantie", wenn wir im Hochland der Anden, oder in der endlosen Wüstenei Patagoniens wieder ein ernstes Problem mit der Gearbox bekommen? Was nützt uns eine "Getriebe-Vollgarantie", wenn die Beschaffungs - und Überführungskosten, der Zoll und die korrupten Zahlungen, auf einem anderen Kontinent, das Doppelte des Anschaffungspreises übersteigen Können?
Wenn die Garantieleistung auch die Lieferungskosten und den Einbau des Getriebes ans Ende der Welt beinhalten würde, könnte ich einem Einbau, des jetzt wieder angelieferten und in der Halle vorliegenden Getriebes zustimmen.

Nach über 2 Jahren "Afrikaerfahren" und im Besonderen im Südlichen Afrika zweifle ich aber (fast ohne Ausnahmen) an den widersprüchlichen Zusagen und Versprechungen der Einheimischen, die größtenteils nicht mehr wert sind als vergängliche Worte.

 

Fr. 13.03.06MAN Stuttgart hilft uns weiter ...

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Globale Konferenzschaltung
Bei MAN Stuttgart (wir grüßen alle Münchinger) baten wir nun um ernsthafte Klärung und vor allem um uns Sicherheit über die Modifizierung unseres Getriebes zu geben, der man in Südafrika nicht mächtig war.

Unser Entschluss in Südafrika stand fest: ohne das "Unbedenklichkeits-Zertifikat" seitens MAN Stuttgart erfolgt hier kein Einbau unseres zusammengewürfelten Getriebes. Es folgte eine "Globale" Telefonkonferenz zwischen MAN- Stuttgart, ZF Friedrichshafen, MAN Südafrika und ZF Johannesburg.
Innerhalb kürzester Zeit erhielten wir die gute Nachricht von MAN, dass bei ZF Friedrichshafen für uns ein bewährtes und verstärktes Getriebe kostenlos gebaut wird und von MAN Stuttgart kostenlos an uns gesendet wird.

Vorab einen herzlichen Dank an die Entschlossenheit und Kulanz seitens MAN Stuttgart und ein Dank an ZF Friedrichshafen am schönen Bodensee, für ihre bereitwillige Unterstützung auf unserem Weg "Lebenstraum Weltreise".

Mit der "weniger" guten Nachricht, dass wir etwa 2-3 Wochen auf unser neues Getriebe aus
Made in Germany warten müssen kommen wir sicherlich zurecht, denn in der Zwischenzeit können wir uns wieder um einen "neuen Kontakt" für unsere Verschiffung kümmern.

Von MAN Cape Town wurde wieder unser "modifiziertes" Getriebe kostenlos eingebaut um in den nächsten Wochen, bis zur Lieferung unseres neuen Getriebes, beweglicher sein zu können.
Thank you MAN Cape Town.

 


Unsere Ansprechpartner beim MAN Team Cape Town


Nach einigen Kilometern auf der Autobahn in Richtung Paarl und im Besonderen auf der Bergaufführenden Piste zu Franziska und Dirk, bestätigte sich meine Befürchtung, dass unser 2. neu modifiziertes Getriebe nicht der Übersetzung unseres alten Getriebes entsprach. Wir erhielten ein ganz normales "Straßengetriebe".
Moula Moula "lahmte", ihm ging in verschiedenen Gängen und Drehzahlbereichen die Puste aus. Es fehlte ihm an "Power", von der wir, in der Schlammhölle von Kamerun, so stolz berichten konnten.

So liebe "Mitreisende", nun seid ihr wieder auf dem Laufenden und wir warten auf das Getriebe "Made in Germany".
Haltet weiterhin Eure Ohren steif, denn Schlappohren gibt es genug!

Wir wünschen Euch bald schöneres Wetter in Germany und seid herzlich gegrüßt von Rita, Freddy und Simba auf ihrer Weltreise.

Unser nächster Reisebericht: (Wir hoffen in kürze)
25 "Abschied Afrika - Ankunft Süd-Amerika". (Oder sonst irgendwo)

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Unser Fahrzeug Moula Moula, ein vollwertiger, geländegängiger LKW mit großer Nutzlast und hoher Bodenfreiheit für den extremen Geländeeinsatz. Auf-und Ausbau durch Woelcke Reisemobile.

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Verschiffung: Moula Moula am Haken, Bild anklicken
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